Humboldt Institut Forschungsprojekt Privatsphäre bewahren - auch in vernetzten Städten

Öffentliches W-Lan, vernetzte Sensoren lassen unsere Städte smarter werden. Doch neben den Vorteilen die sie mit sich bringen, müssen wir auch lernen in den Smart Cities zu leben, ohne dabei unsere Privatsphäre völlig aufzugeben. Das Humboldt Institut hat dafür jetzt ein Projekt ins Leben gerufen.

Breit verfügbares, öffentliches WiFi in städtischem Umfeld machen es prinzipiell möglich Wärmebilder ganzer sozialer Räume zu erstellen und zu messen, wie viele Menschen sich an bestimmten Plätzen befinden – alleine nur aufgrund der Einwahldaten in öffentliche Netze. Gemeinden, Unternehmen und private und öffentliche Partnerschaften können diese Informationen nutzen und, zum Beispiel, damit effiziente lokale Lösungen für den Personennahverkehr schaffen. Doch ebenso ist ein Missbrauch diese Informationen und eine Überwachung städtischer Gemeinden im großen Maßstab möglich oder Unternehmen können ihre Kunden und Mitarbeiter an jedem öffentlichen Ort verfolgen und ihrem Verhalten nachspüren.

Datenschutz spielerisch erlernen

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft hat nun ein einjähriges Forschungsprojekt ins Leben gerufen um sich adäquater Lenkungsformen und Steuerungen datengetriebener Innovationen zu widmen: das interdisziplinäre Forschungsprojekt »Privacy by design in smart cities (GAMEaTHON)«. Eine erste Initiative des Projekts beschäftigt sich mit einem neuen Format um das teils komplexe Thema des Datenschutzes besser zu unterrichten. Dafür findet am 7. und 8. Oktober 2017 eine Veranstaltung mit Game Designern und Privacy- sowie Security-Experten statt. Das Ziel ist die Entwicklung eines sogenannten Serious Games mit dem Unternehmen ihre Mitarbeiter gegen Privacy- bzw. Security-Risiken schulen können.