Neue Strategie zeigt Wirkung NXP kann erfreuliches Geschäftsquartal vermelden

NXP-CEO Rick Clemmer: »Singapur ist ein hervorragendes Testvehikel für die smarte Gesellschaft«.
NXP-CEO Rick Clemmer kann sich über ein erfreulich verlaufenes 3. Quartal 2013 freuen.

Der niederländische Chip-Hersteller NXP konnte im 3. Quartal 2013 sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn gegenüber dem Vorjahr zulegen. Die Strategie hin zu höherwertigen Produkten zeigt bereits eine deutliche Wirkung.

Mit 1,249 Mrd. Dollar Umsatz wurde im 3. Quartal 2013 der Umsatz von Q3 2012 um 7 % übertroffen. Der Gewinn wuchs sogar von 115 auf 155 Mio. Dollar, was einem Anstieg von fast 35 % entspricht.

Überproportional ist das renditeträchtige Segemnt “High-Performance-Mixed-Signal (HPMS)” gewachsen (922 Mio. Dollar, +15 %), in welchem Automotive, Itetifikation, Infrastruktur+Industrie sowie Portable+Computing zusammengefasst sind. In Letzterem konnte NXP einen großen Design-Win bei Apple landen, das einen Mikrocontroller des Typs LPC180x unter der Bezeichnung "M7" in das iPhone 5S eindesignt hat. Bei den Standardprodukten, die primär über einen drastischen Preiskampf verkauft werden müssen, ist dagegen ein Umsatzrückgang von 8 % auf nur noch 291 Mio. Dollar zu verzeichnen.

Entsprechend der von CEO Rick Clemmer verabschiedeten Strategie konnte damit NXP seinen Umsatzanteil im HPMS-Segment weiter vergrößern (73,8 % des Gesamtumsatzes nach 68,7 % in Q3 2012), während der Anteil der Standardprodukte von 27 auf nur noch 23,3 % zurückging.

Die Investitionen in Forschung & Entwicklung betrugen mit 163 Mio. Dollar gegenüber dem Vorjahr unverändert 13 % des Umsatzes, was in der Halbleiterbranche "unteres Mittelfeld" bedeutet.

Trotz des erfreulichen Geschäftsverlaufes gibt es in der NXP-Bilanz wenig überraschend immer noch einen großen Wehrmutstropfen: Die Schuldensituation hat sich mit 6,744 Mrd. Dollar nicht entspannt – noch immer leidet NXP diesbezüglich unter seiner Übernahme durch die Investoren KKR, Bain Capital, Silver Lake, Apax und AlpInvest Partners N.V. im Jahr 2006, welche den Kaufpreis zu großen Teilen als Schulden in die NXP-Bilanz eingestellt hatten.