Chinesisches Tablet enthüllt Tegra K1 Nvidias Mobilprozessor mit überragender Grafikleistung

Xiaomi's CEO Lei Jun präsentierte mit dem MiPad ein erstes Tablet mit Nvidias Tegra-K1.
Xiaomis CEO Lei Jun präsentierte mit dem MiPad ein erstes Tablet mit Nvidias Tegra-K1.

Auf der CES in Las Vegas enthüllt Nvidia sein erstes Mobil-SoC mit der vom PC bekannten Kepler-GPU-Architektur – das Tegra-K1. In einem chinesischen Tablet konnte man den K1-Chip jetzt das erste Mal im Betrieb erleben, die Grafikleistung ist mehr als beeindruckend.

Nicht nur in Mobilgeräten kommen Nvidias SoCs zum Einsatz, auch der deutsche Autohersteller Audi ist offenbar von Nvidias Produkten überzeugt. Im neuen TT findet sich allerdings auf Grund der langen Vorlaufzeiten im Automobilbau noch der Tegra-3, der bei Smartphones und Tablets schon lange durch den Tegra-4 ersetzt wurde.

Der Tegra-K1, vorgestellt auf der CES 2014 in Las Vegas (wir berichteten), wurde nunmehr erstmals in einem realen Gerät präsentiert, das in Peking beim Launch-Event eines Mi Pad genannten Tablets der chinesischen Firma Xiaomi gezeigt wurde.

Das Gerät an sich muss man sich nicht merken, da es ausschließlich in China erhältlich sein wird und mehr oder weniger wie ein Klon eines Apple iPad mit Retina Display aussieht.

Herzstück des Mi Pad ist Nvidias Tegra-K1, der mit 2,2 GHz getaktet wird. Die Kepler-GPU mit ihren 192 GPU-Cores liefert im Benchmark GFX Bench 3.0. 60,6 Frames/s (Open GL ES 2.0.) bzw. 30,0 Frames/s (Open GL ES 3.0.), was jeweils mehr als doppelt soviel ist wie bei Apples iPad Mini mit Retina Display, das von Apples neuestem 64-bit-Mobilprozessor Apple-A7 mit einer Imagination Power VR 6430 angetrieben wird. Letztere wird mit 450 MHz getaktet, die Taktfrequenz der Nvidia-GPU ist unbekannt .

Da sie allerdings kaum bei 900 MHz oder höher liegen dürfte und beide Chips zudem in gleichen Prozessgeometrien gefertigt werden (28 nm High-K/Metal-Gate), bietet die K1-GPU offensichtlich auch architektonische Vorteile gegenüber der Rogue-GPU, die Apple von Imagination lizensiert hat.

Der im MiPad verarbeitete Tegra-K1 enthält vier CPU-Cores des Typs ARM Cortex-A15 sowie einen weiteren Energiespar-Core, da die zweite Version mit einer eigens entwickelten ARMv8-CPU („Projekt Denver“) erst Ende des Jahres fertig wird.