Renesas Electronics Neuer Chef, neues Führungsteam und neue Struktur

Renesas Electronics hat weitreichende Änderungen an seiner Führungs- und Organisationsstruktur bekanntgegeben. President Yasushi Akao wird ab sofort durch den bisherigen Technologie-Chef Tetsuya Tsurumaru abgelöst, die bislang sieben operativen Einheiten ab 1. März in nur noch vier zusammengefasst.

Akao wird wie auch seine Kollegen Masaki Kato, Yoichi Yano und Shozo Iwakuma zukünftig „nur“ noch als Vorstandsmitglied von Renesas ohne konkrete operative Aufgabe fungieren. Der neue Chef Tsurumaru ist 57 Jahre alt und begann seine Karriere 1979 bei Hitachi und leitete zunächst die Naka-Fab. Zuletzt war er Chef der Produktion und Technologie.

Sämtliche bisherige Chefs der sieben operativen Einheiten werden mit sofortiger Wirkung in den Ruhestand versetzt und durch vier neue Manager ersetzt, welche die vier neuen Einheiten leiten: Manabu Kawashima (53, begann seine Laufbahn bei Mitsubishi)  die Einheit „Sales & Marketing“, in welcher die bisherigen getrennten Einheiten für Sales Management und Marketing zusammengefasst werden; Ryuji Omura (52, ebenfalls Mitsubishi) die neue Einheit „Erste Solution Business Unit“, in der das SoC- und Mikrocontroller-Geschäft sowie die bisherige Technologie-Entwicklungs-Einheit zusammengefasst werden; Takeshi Noguchi (53, kommt ursprünglich ebenfalls von Mitsubishi) die „Zweite Solution Business Unit“, in die die bisherige Einheit „Analog & Power-Devices Business Unit“ quasi umbenannt wird; und Osamu Nogimura (54, ein ehemaliger Hitachi-Mann), der die Leitung der unverändert bestehenden Einheit „Produktion & Technologie“ übernimmt.

Damit gibt es keinen ehemaligen NEC-Manager mehr in einer operativen Führungsposition – die Aufgaben werden zwischen ehemaligen Hitachi- und Mitsubishi-Leuten aufgeteilt, eine Situation, wie man sie vor dem Merger des Ex-Renesas mit NEC hatte. Dass der bisherige Chef Akao und mit ihm drei ehemalige Top-Manager noch als Vorstandsmitglieder fungieren werden, dürfte nach unserer Einschätzung nach der japanischen Kultur geschuldet sein - verdiente Mitarbeiter werden dort nur sehr selten entlassen.