IDF 2010 Tag 2 Neuer Atom-Prozessor für Embedded-Märkte ist fertig

Der zweite Tag des IDF 2010 stand ganz im Zeichen der Software und des Atom-Prozessors, der laut Intel bis heute bereits über 70 Millionen Mal verkauft wurde. Der auf dem Frühjahrs-IDF in Peking angekündigte Prozessor mit dem Codenamen "Tunnel Creek" ist nun fertig, um diverse Embedded-Märkte zu bedienen. Daneben wurde bekannt, dass ein "erheblicher Anteil" der Teilnehmer aus dem Embedded-Bereich kommt – vor Jahren noch undenkbar bei einer Intel-Veranstaltung.

Renee James, bei Intel für Software und Services zuständig, erklärte den 6500 Teilnehmern (diese Zahl gab Intel heute bekannt, damit wurde ein neuer IDF-Rekord erreicht), dass man mittlerweile mit 2209 Universitäten in Sachen Software zusammenarbeite und 332414 Studenten mit entsprechenden Tools ausgerüstet habe.

Bei den Betriebssystemen versuchte auch James den Eindruck großer Auswahl zu erwecken und verweist auf Android, MeeGo, Linux und Windows. Microsoft kündigt an, dass Windows Embedded Standard 7 zusammen mit dem Windows Media Center beispielsweise auf Set-Top-Boxen mit Intel CE4100 laufen kann. Asus und Acer wollen solche Boxen 2011 ausliefern. Als Beispiel für MeeGo auf Atom wurde die deutsche Antwort auf das iPad, das WeTab, gezeigt, das in nur 16 Sekunden gebootet hat. Dank einer Android-Emulation stehen damit zum Verkaufsstart nächste Woche schon Tausende Apps zur Verfügung.

James ging auch noch mal auf die Aquisition von Wind River ein und erklärte, wie die traditionelle Netzwerk-Paket-Verarbeitung dank der Wind-River-Technologie beschleunigt werden konnte (siehe Bilderstrecke).

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Intel-Entwicklerkonferenz IDF 2010 - Tag 2

Am zweiten Tag stand das neue Atom-SoC mit der Bezeichnung E6XX im Fokus - es gab auch schon darauf basierende Produkte zu sehen.