Altera Neue Hard- und Soft-Cores für 28-nm-FPGAs

Nur zwei Wochen nach der Präsentation des ersten 28-nm-Testchips mit 25 Gbit/s-Transceiver stellte FPGA-Hersteller Altera die sogenannte "Embedded Initiative" vor. Dabei handelt es sich um CPUs von ARM bzw. MIPS, die in Alteras zukünftige 28-nm-FPGAs (Stratix V und andere) integriert werden sowie die zugehörige Design-Software.

Ziel der "Embedded Initiative" ist laut Michael Samuelian, Director Indutrial & Automotive bei Altera, die beschleunigte Integration von Programmierbarer Logik und Prozessoren in Embedded-Systemen. Dabei handelt es sich seitens der Hardware um folgende Komponenten: Einen ARM-Cortex-A9MP-Hardcore für die 28-nm-FPGAs (einen Softcore wird es von ARM nicht geben, da man Angst hat, dass die IP gestohlen wird), einen MP32 genannten Softcore von MIPS (dieser basiert auf dem MIPS 32K-Prozessor), mit dem Altera im Kommunikations-Bereich Marktanteile gewinnen will (MIPS-Prozessoren sind dort stark verbreitet und werden u.a. von Cavium eingesetzt) sowie das bereits auf dem Intel Developer Forum angekündigte System-in-Package mit der Bezeichnung "Stellarton", bei dem zwei Chips mit Atom-Prozessor und einem nicht weiter definierten Altera-FPGA integriert werden (Zielmärkte für dieses SiP sind Infotainment-Systeme im Auto, Messen und Testen sowie industrielle Anwendungen).

Im Gegensatz zu Alteras eigenem NIOS-II-Softcore, der keine MMU enthält und somit keine Betriebssysteme betreiben kann, enthält der MP32-Core von MIPS eine MMU und wird damit Altera wohl tatsächlich neue Geschäftsfelder eröffnen können.

Wesentlich für Embedded-Entwickler ist ein einheitlicher Designflow für alle Hardware-Plattformen, der mit Alteras Quartus II-Entwicklungssoftware ermöglicht wird. Zusammen mit dem neuen Systemlevel-Integrationswerkzeug Qsys, das dem SOPC-Builder nachfolgt, und einer gemeinsamen FPGA-IP-Bibliothek werden Cortex-A9, MIPS32 und Stellarton  unterstützt. Das Qsys-Tool nutzt eine FPGA-optimierte Netzwerk-On-a-Chip-Technologie, um eine Vielzahl von Standard-IP-Protokollen wie AMBA zu unterstützen.