Trotz Gewinnwarnung Microchip im 2. Quartal mit Rekordumsatz

Der Motortreiber MCP8063 aus dem Hause Microchip eignet sich für den Einsatz in sinusförmigen BLDC-Motoren.

Der Halbleiterhersteller Microchip hat im 2. Quartal seines Geschäftsjahres 2015, das im April begann, auch dank seiner Akquisitionen einen neuen Rekordumsatz erzielt. Die Profitabilität ging dagegen etwas zurück.

Mit 546,2 Mio. Dollar Umsatz übertraf Microchip die 492,7 Mio. Dollar aus dem identischen Vorjahreszeitraum deutlich, selbst wenn man die aus der Akquisition der taiwanischen Bluetooth-Chip-Herstellers ISSC erzielten 16,9 Mio. Dollar herausrechnen würde. Der Gewinn schrumpfte allerdings von 99,8 auf 92,0 Mio. Dollar, was die Umsatzrendite von 20 auf 16,8 Prozent drückte - für einen Hersteller mit Microchips Produktportfolio ist dies allerdings nachwievor ein sehr guter Wert.

Einen kurzfristig verfügbaren Vermögen von fast 2 Mrd. Dollar stehen kurzfristige Verbindlichkeiten von nur 385,5 Mio. Dollar gegenüber, das Eigenkapitel beträgt 2,2 Mrd. Dollar, was einer Eigenkapitalquote von annähernd 50 % gleichkommt - mit anderen Worten: Microchip kann eine kerngesunde Bilanz vorweisen.

Eine interessante Frage ist, wie sich Microchips 32-bit-Mikrocontroller-Geschäft entwickelt. Die PIC32-MCus setzen ja bekanntlich als einzige Familie am von ARM Cortex-M-CUPs dominierten Markt auf MIPS-Cores. Leider weist man ja traditionell keine Werte für 8-, 16- und 32-bit-MCUs aus. Lediglich ein Wachstum von 38,6 % gegenüber dem Vorjahr wurde publiziert, was aber insofern nicht aussagekräftig ist, als dass die Ausgangsbasis unbekannt ist.

Der Gesamtumsatz mit Mikrocontrollern wird mit 66,2 % des Gesamtumsatzes angegeben, wir sprechen also über 361,6 Mio. Dollar Umsatz für 8-, 16- und 32-bit-Controller - welcher Anteil dabei auf PIC32 entfällt und wievielen Chips das entspricht, ist unklar, zumal die Preisspanne sich je nach Derivat und Abnahmemenge zwischen 1,6 und mehr als 13 Dollar bewegt.

ARM hatte kürzlich erklärt, dass im selben Quartal ca. 3 Mrd. Chips mit ARM-CPUs verkauft wurden, davon 34 % mit Cortex-M-Core, was also ca. 1,02 Mrd. Chips entspricht.