Electronica 2016 Messeauftakt nach Maß

Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München (rechts) und zuständig für die electronica 2016 mit ZVEI-Präsident Michael Ziesemer (links) auf der Hauptpressekonferenz in München.
Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München (rechts) und zuständig für die electronica 2016 mit ZVEI-Präsident Michael Ziesemer (links) auf der Hauptpressekonferenz in München.

Die Zeichen für die Weltleitmesse für Elektronik stehen auf Expansion. 2913 Aussteller aus über 50 Ländern, das entspricht einem Plus von 6,9 %, haben sich angemeldet. Zur electronica präsentierte Geschäftsführer Falk Senger mit dem dem Trend-Index 2020 ein Stimmungsbild der Elektronik-Konsumenten.

Beim electronica Trend-Index 2020 stellte die Messe München 7000 Umfrage-Teilnehmern die Frage „Wie die Elektronik der Zukunft das Leben der Menschen verändert.“ Davon wurden in folgenden sieben Ländern, China, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan und den Vereinigten Staaten jeweils 1000 Personen befragt. Auf der electronica Hauptpressekonferenz präsentierte Geschäftsführer Falk Senger nun die Zahlen. 76 % der Bundesbürger fordern für elektronische Geräte der Zukunft einen Update-Service, der vor Hackerangriffen schützt. Damit zeigen sich die Deutschen beim Datenschutz in der vernetzten Welt deutlich sensibler als ihre europäischen Nachbarn oder Verbraucher in Asien und den USA. Das gilt für die Elektronik in den eigenen vier Wänden ebenso wie für den öffentlichen Raum. 

Mit der ständig zunehmenden Vernetzung elektronischer Geräte wird das Leben der Menschen komfortabler. Zugleich entstehen jedoch eine Menge Daten, die umfangreiche Rückschlüsse auf die Nutzer zulassen oder von Unbefugten gelöscht beziehungsweise verändert werden können. Drei Viertel der Verbraucher in Deutschland fordern daher, dass die Geräte sich regelmäßig mit aktualisierter Software versorgen, um sich gegen Hackerangriffe zu schützen. Sogar 90 % sehen eine solche Sicherheitsmaßnahme tendenziell positiv. Zum Vergleich: In Japan fordert nur jeder zweite Verbraucher einen entsprechenden Hackerschutz. In Frankreich und Großbritannien liegt die Quote bei rund 65 % – in Italien, den USA und China bei rund 70 %.

Im Gebiet „Smart Home“, also dem vernetzten Eigenheim, wägen die Deutschen offenbar ebenfalls zwischen Komfort und Sicherheit ab: Ist die bequeme Steuerung von unterwegs wirklich so gut abgesichert, dass Eigenheim-Daten via Internet an externe Geräte versendet werden sollten? Jedenfalls wollen derzeit nur 48 % der Befragten den Öffnungsstatus von Fenstern und Türen von unterwegs prüfen können. Rund jeder Zweite hat Interesse an Fernsteuerungsmöglichkeiten. Ähnlich kritisch sehen dies Franzosen und Briten. Die befragten Italiener und US-Amerikaner können sich allerdings schon heute mit dieser Smart-Home-Technik anfreunden. Dort liegt die Zustimmungsrate bei rund 65 %.
 

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electronica Trend-Index 2020

Ausgewählte Ergebnisse der Umfrage electronica Trend-Indes 2020