Intel Leichter Umsatz- und Gewinnrückgang für 2012

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 vorgelegt. Nach der Verkündigung eines leichten Umsatz- und Gewinnrückgangs brach der Börsenkurs zeitweise um mehr als 5 % ein, erholte sich aber wieder schnell.

Intels Umsatz im Geschäftsjahr 2012 betrug 53,3 Mrd. Dollar, gegenüber 2011 ein Rückgang um 700 Mio. Dollar oder 1,3 %. Der Gewinn sank von 12,9 Mrd. Dollar um 15 % auf 11 Mrd. Dollar.

Dabei konnte die Data-Center-Group, die besonders hochpreisige und margenträchtige Prozessoren und Lösungen für Rechenzentren verkauft, ihren Umsatz sogar um 6 % gegenüber dem Vorjahr steigern. Verloren haben die PC-Client-Group (um 3 %) und insbesondere die sogenannte "Other Architecture Group", in welcher sich neben Software von WindRiver und McAffee u.a. Chips für Mobilgeräte, Netbooks und Embedded-Systeme finden, um 13 %.

Bei den Desktop-PCs litt Intel vor allen Dingen unter dem Rückgang der verkauften Geräte (- 5 %), während bei den Notebooks der durchschnittliche Verkaufspreis pro Chip um 5 % zurückging. Bei den Chips für Rechenzentren konnte Intel hingegen einen um 6 % höheren durchschnittliochen Verkaufspreis durchsetzen, der den leichten Rückgang der Zahl von verkauften Prozessoren (-1 %) überkompensierte.

Intel-Chef Paul Otellini sprach am Donnerstag von einem „herausfordernden Umfeld“. Dennoch stellte Otellini „enorme Fortschritte“ des weltgrößten Chipherstellers heraus, vor allem durch den Eintritt in den Markt der Tablets und Smartphones. Für 2013 kündigte Otellini eine „neue Welle von Intel-Innovationen quer durchs ganze Computer-Spektrum“ an und will dafür rund 13 Milliarden Dollar ausgeben.

Konzernchef Otellini wird die geplanten Neuheiten bei Intel selbst nicht mehr alle vorstellen können. Er hört im Mai im Alter von 62 Jahren auf. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Otellini war knapp vier Jahrzehnte im Unternehmen, davon stand er acht Jahre an der Spitze des Chipkonzerns.

Als Reaktion auf die präsentierten Zahlen brach der Aktienkurs von Intel zunächst auf nur noch 21,53 Dollar ein, später stieg er jedoch auf 22,68 Dollar, was gegenüber dem Vortrag sogar einen leichten Gewinn bedeutete. offenbar ist den Anlegern klargeworden, dass Intel trotz der leichten Rückgänge gegenüber 2011 immer noch Gewinne in Größenordnungen einfährt, die andere große Chip-Hersteller gerade einmal als Umsatz verbuchen können.