Texas Instruments Jahreszahlen 2012 besser als erwartet

Mit einem Umsatz von 12,8 Mrd. Dollar und knapp 1,8 Mrd. Dollar Gewinn schloß Chip-Hersteller Texas Instruments sein Geschäftsjahr 2012 ab. Dies ist zwar weniger als 2011, der Rückgang fiel jedoch moderater aus, als Analysten wie ICInsights prognostiziert haben.

Noch Anfang November hatte ICInsights einen Jahresumsatz von nur noch 12 Mrd. Dollar und einen Rückfall auf Platz 5 der Chiphersteller-Umsatzrangliste prognostiziert. Mit 12,8 Mrd. Dollar könnte TI, wenn die vorhergesagten Zahlen für Wettbewerber Qualcomm stimmen, noch knapp Platz 4 verteidigen.

Mit 7 % Umsatzrückgang gegenüber 2011 und einem Gewinnrückgang von 21 % reiht sich TI in die Reihe anderer Chip-Hersteller ein, die 2012 ein schlechteres Geschäftsjahr als noch 2011 erlebt haben. Als Hersteller mit eigenen Fabs wurde TI gegenüber den Fabless-Herstellern bedingt durch den Umsatzrückgang und die damit verbundene geringere Auslastung der eigenen Fabs besonders von den damit verbundenen Fixkosten getroffen, was sich negative auf den Gewinn ausgewirkt hat.

Der margenträchtige Analog-Bereich konnte beim Umsatz allerdings um 10 % auf knapp 7 Mrd. Umsatz zulegen, während embedded-Prozessing (-7 % auf knapp 2 Mrd. Dollar) und vor allen Dingen der Wireless-Bereich (-46 % auf 1,35 Mrd. Dollar) verloren. In letzterem ist vor allen Dingen TIs Ausstieg aus dem Basisband-Geschäft zu spüren.

Mit dem neuen Geschäftsjahr wird der Geschäftsbereich Wireless organisatorisch komplett aufgelöst, nachdem man ja auch mit den OMAP-Prozessoren aus dem Smartphone- und Tablet-Markt aussteigt. Diejenigen produkte, die zukünftig auf die embedded-Märkte ausgerichtet sind, kommen bilanztechnisch in den Geschäftsbereich Embedded-Prozessing und alle anderen werden zukünftig unter “Andere” geführt, wo sich heute z.B. DLP-Chips und ASICs finden – dieser Bereich hatte 2012 einen Umsatzrückgang von 9 % zu verzeichnen.

Andere Bilanzzahlen zeigen für TI jedoch in die richtige Richtung: Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung wurden gegenüber 2011 um 150 Mio. Dollar auf 1,88 Mrd. Dollar angehoben, die Vermögenswerte (Barvermögen und ähnliche kurzfristig zu Geld zu machende Assets) stiegen von knapp 2 Mrd. Dollar auf jetzt 2,55 Mrd. Dollar. Gleichzeitig konnte TI seine Schulden um rund 400 Mio. Dollar senken.