Schrumpfender PC-Markt belastet Bilanz Intel mit Umsatzrückgang und Gewinneinbruch

Brian Krzanich: Als Intels Chief-Operating-Officer ist er Herr über die legendären Intel-Fabs mit Leading-Edge-Prozesstechnik, die dem Chip-Giganten einen zeitlichen Vorsprung von mindestens 2 Jahren vor TSMC & Co. verschafft. Seit 1982 arbeitet er bei Intel. 1999 wurde er mit dem Intel Achievement Award ausgezeichnet. Krzanich besitzt einen Bachelor in Chemie.
Intels CEO Brian Kranich konnte zwar wiederum einen Milliardengewinn vermelden, allerdings setzt der schrumpfende PC-Markt den Wachstumsambitionen des weltgrößten Chipherstellers Grenzen.

Der weltgrößte Chip-Hersteller Intel musste im Geschäftsjahr 2013 einen leichten Umsatzrückgang und einen Gewinneinbruch hinnehmen. Grund ist der schwächende PC-Markt, bei den Server-Prozessoren konnte Intel dank Cloud-Computing sogar zulegen.

Mit 52,7 Mrd. Dollar Jahresumsatz erzielte der Chip-Gigant aus Santa Clara im Jahr 2013 600 Mio. Dollar weniger Umsatz als 2012. Der Gewinn schrumpfte um 13 % von 11 Mrd. auf 9,6 Mrd. Dollar.

Grund für diese unerfreuliche Entwicklung ist vor allem der schrumpfende PC-Markt: Mit 33 Mrd. Dollar sank der Umsatz der PC-Client-Gruppe um rund 1,5 Mrd. Dollar, während der Umsatz mit Server-Prozessoren um 700 Mio. Dollar auf 11,2 Mrd. Dollar anstieg. Hier profitierte Intel von zunehmender Nachfrage im Bereich Cloud-Computing.

Um 300 Mio. Dollar auf 4 Mrd. Dollar ging der Umsatz im Geschäftsbereich "Other Intel architecture operating Segments" zurück.   Hier sind Chips für Netbooks, Handys, Tabletts und auch das Wireless-Geschäft zusammengefasst. Intel investiert bekanntlich massiv in diese Bereiche, um den Rückstand auf ARM und seine Lizenznehmer aufzuholen, Früchte wird man jedoch frühestens in diesem Jahr ernten können.

Der Bereich Software und Services, in welchem die Aktivitäten von MCAfee und WindRiver zusammengefasst sind, konnten seinen Umsatz leicht von 2,4 auf 2,5 Mrd. Dollar steigern.

Die PC-Client-Gruppe musste 2013 bei herkömmlichen Notebooks nicht nur einen Rückgang der Zahl von ausgelieferten Prozessoren um 4 % hinnehmen, sondern auch einen ebenso großen Rückgang des durchschnittlichen Verkaufspreises. Bei den Desktop-PCs ging zwar ebenfalls die Anzahl der verkauften Chips zurück, aber wenigstens konnte Intel dank neuer Produkte den Verkaufspreis pro Chip gegenüber 2012 um 6 % anheben.

Trotz der aus Aktionärssicht unerfreulichen Geschäftsentwicklung handelt es sich bei Intel um "Jammern auf hohem Niveau": Die kerngesunde Bilanz zeigt Vermögenswerte im Volumen von 92 Mrd. Dollar, nochmals 8 Mrd. Dollar mehr als Ende 2012. Dazu kommt ein Eigenkapital in Höhe von 58 Mrd. Dollar, 7 Mrd. mehr als Ende 2012. Die Mitarbeiterzahl von Intel erhöhte sich im Jahr 2013 von 105.000 auf 107.600.