Datensicherheit für Industrie 4.0. Infineon und Telekom präsentieren Sicherheitslösung »Made in Germany«

Infineon-CEO Dr. Reinhard Ploss mit Budneskanzlerin Angela Merkel.
Infineon-CEO Dr. Reinhard Ploss mit Budneskanzlerin Angela Merkel.

Die Infineon Technologies AG und die Deutsche Telekom AG haben eine Sicherheitslösung zum Schutz der vernetzten Produktion (»Industrie 4.0«) vorgestellt. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen können davon profitieren.

Beim IT-Gipfel in Hamburg, an dem u.a. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel teilnahmen, wurde gezeigt, wie sensible Produktionsdaten über einen lückenlos sicheren Kommunikationskanal zwischen zwei deutschen Standorten übermittelt werden können. An der gezeigten Sicherheitstechnologie mit der Bezeichnung „Made in Germany“ sind auch die Unternehmen Fraunhofer SIT, TRUMPF, WIBU-SYSTEMS und Hirschmann beteiligt.

Gleichzeitig wurden einmal mehr Forderungen an die Politik hinsichtlich der Umsetzung von Industrie 4.0 gestellt: Investitionsanreize sollen gezielt den Technologieschub in den Unternehmen – ob kleine und mittelständische Betriebe oder Großunternehmen, die investitionsintensive Basistechnologien entwickeln – befördern. So könnten Unternehmen in Deutschland ihre Produktivität und Effizienz verbessern sowie in Zukunft technologische Standards im weltweiten Wettbewerb setzen. Ebenso könnten in Öffentlich-Privater-Partnerschaft (PPP), unter Mitwirkung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und von Industrieverbänden, Standards und Zertifizierungen definiert werden, die Vertrauen in die Sicherheit von Industrie 4.0 schaffen.

Über die Sicherheitstechnologie „Made in Germany“

Die Sicherheitstechnologie, die auf dem IT-Gipfel gezeigt wurde, ist verfügbar und wurde in gemeinsamen Forschungsprojekten der Industriepartner mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt. Infineon liefert Sicherheitschips des Typs SLE97, die als Identitätsausweis für Computer, Router und Maschinen dienen und nur autorisierten Personen sowie nicht manipulierten Geräten Zugriff auf IT-Netzwerke gewähren. Erst nach erfolgreicher Prüfung werden die Daten verschlüsselt über sichere Telekommunikationsnetze übermittelt.

Die Deutsche Telekom stellt im Rahmen der Gesamtlösung eine sichere und hochverfügbare Netzinfrastruktur als wesentliches Bindeglied für die Echtzeit-Konnektivität zur Verfügung. Dazu gehören gesicherte Cloudleistungen („Made in Germany“) sowie mobile Endgeräte und deren Integrierbarkeit in Prozesse und Applikationen. Das Cyber Defence Center der Deutschen Telekom ist ein wesentliches Element, um die sichere Ende-zu-Ende-Kommunikation der gezeigten Lösung sicherzustellen.