Chiphersteller steigert Umsatz Infineon blickt auf erfolgreiches 2. Quartal zurück

Dr. Reinhard Ploss (Infineon): Dank seiner sachlichen Kommunikation und Fachkompetenz hat sich Ploss nach unserer Einschätzung zum DAX-CEO-Liebling von Bundeskanzlerin und Physikerin Angela Merkel entwickelt und sitzt bei allen deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen mit am Tisch. Infineons Leistungselektronik-Palette passt nach dem Kauf von International Rectifier zudem perfekt zu den Zielen in Chinas neuestem 5-Jahresplan – Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Elektromobilität. Man braucht kein Prophet zu sein, um Infineon weiterhin wachsende Umsätze im Reich der Mitte vorherzusagen.
Infineons CEO Dr. Reinhard Ploss konnte einmal mehr erfreuliche Geschäftszahlen bekanntgeben, auch wenn der Gewinn geschrumpft ist.

Der Halbleiterhersteller Infineon hat im 2. Quartal seines Geschäftsjahres 2015 ein deutliches Wachstum beim Umsatz erzielt, das u.a. durch die Akquisition von International Rectifier begründet ist.

Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon erzielte in dem 2. Quartal seines Geschäftsjahres 2015, das Ende März zu Ende ging, mit 1,483 Mrd. Euro einen um 41 % höheren Umsatz als im gleichen Zeitraum des Jahres 2014. Der Gewinn sank allerdings von 124 auf 69 Mio. Euro. Selbst ohne den konsolidierten Umsatz von IRF in Höhe von 199 Mio. Euro wäre Infineon deutlich gewachsen.

Das Umsatzwachstum zieht sich im abgelaufenen Quartal durch alle Geschäftsbereiche: Automotive, das alleine für 41 % des Gesamtkonzernumsatzes steht, konnte um 24 % zulegen, Industrial Power Control u.a. durch steigende Nachfrage bei den erneuerbaren Energien sogar um 30 %, Power Management & Multimarket um 84 % (vor allen Dingen durch die Integration von IRF, aber auch Mobilfunk-Infrastruktur) und ChipCard & Security (Umsätze mit Sicherheitschips für Bezahlkarten stiegen im Vergleich zum Vorquartal deutlich) um 50 % - bemerkenswert deswegen, weil IRF hier keine Rolle spielt. Die Umsatzrenditen der einzelnen Geschäftsbereiche sind bis auf Industrial Power Control, das nur auf 8,3 % kam, allesamt zweistellig zwischen 10,7 und 17,7 %.

In Forschung und Entwicklung investierte Infineon 180 Mio. Euo, 44 Mio. Euro mehr als im identischen Vorjahreszeitraum. Mit nahezu 35.000 Mitarbeitern ist der Chip-Hersteller in den letzten 12 Monaten natürlich auch wegen der IRF-Akquisition um weitere fast 7.000 Mitarbeiter gewachsen.