Alternative für ARM? Imagination entwickelt neue MIPS-Cores

Imagination Technologies hat angekündigt, Ende 2013 eine neue Generation von 32/64-bit-MIPS-Prozessor-Cores unter dem Codenamen „Worrior“ herauszubringen, die u.a. Hardware-Virtualisierung unterstützen.

Die MIPS-Prozessoren der 5. Generation werden als Update zur Aptiv-Generation beschrieben, wobei es „Worrior“ in drei Leistungsprofilen – am unteren Ende auch für Mikrocontroller - in 32- und 64-bit-Varianten geben wird. Die neuen Cores sollen zu bestehendem 32-bit- und 64-bit-MIPS-Codes abwärtskompatibel sein.

Einige der CPUs werden auch die sogenannte MIPS-SIMD-Architektur (MSA) für Single-Instruction-Multiple-Data unterstützen, wovon insbesondere Multimedia-Applikationen profitieren, die in Hochsprachen wie C oder mittels APIs wie z.B. OpenCL entwickelt werden.

Weiterhin soll „Warrior“ vertrauenswürdige Umgebungen ermöglichen, in welchen sicherheitsrelevanter Code getrennt von User-Applikationen möglich ist – ARMs TrustZone-Technologie lässt grüßen. Ebenso wird es Hardware-Virtualisierung sowohl für MIPS32- als auch MIPS64-Prozessor-Designs geben.

Auch für die bestehende Aptiv-Core-Generation wird es zwei Erweiterungen geben: Eine Single-Core-Version mit dem Fokus auf minimale Siliziumfläche (=geringe Kosten) in der interAptiv-Familie und eine FPU-Version in der microAptiv-Familie.

Nach der noch wagen technischen Beschreibung ist davon auszugehen, dass Imagination, Marktführer bei lizensierbaren GPU-Cores, mit den neuen CPU-Cores dieselben Märkte addressiert wie ARM mit Cortex-A15 und den 64-bit-Nachfolgern Cortex-A57/53. ARM hat bei Mobilgeräten einen Marktanteil von weit über 90 %, insofern bleibt sicherlich abzuwarten, wie stark sich Imagination wird positionieren können.

Bei 32-bit-Mikrocontroller setzen bis auf Microchip, das für seine PIC32-Controller MIPS-Cores lizensiert hat, alle relevanten Player auf ARMs Cortex-M-Cores bzw. proprietäre Architekturen.