Infineon Technologies Hunger nach Akquisitionen noch nicht gestillt

Bald gehört der Campeon -- zumindest zu 93 % -- Infineon selbst, die seit dem Bezug Mieter waren.
Bald gehört der Campeon -- zumindest zu 93 % -- Infineon selbst, die seit dem Bezug Mieter waren.

Infineon steigert im Geschäftsjahr 2016 Umsatz um 12 Prozent und Segmentergebnis um 9,5 Prozent. Für 2017 peilt der Halbleiterkonzern ein Umsatzplus von 6 Prozent an und eine Segmentergebnismarge von 16 Prozent. Infineon-CEO Ploss erwägt weitere Zukäufe nach Wolfspeed-Integration.

Das Geschäftsjahr 2016 ist für Infineon Technologies das erste vollständige Geschäftsjahr (GJ) seit der Übernahme von International Rectifier. Derzeit steht noch die Integration des Zukaufs Wolfspeed in die Infineon-Organisation an. »Infineon hat erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr abgeschlossen mit überdurchschnittlichem Umsatzwachstum und einem ordentlichen Ergebnisplus« , erklärte Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon, auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in Neubiberg bei München. »Der Umsatz des Konzerns stieg um knapp 12 Prozent auf 6,473 Milliarden Euro. Zu diesem Umsatzwachstum haben alle vier Geschäftsbereiche beigetragen. Das organische Umsatzwachstum von Oktober 2015 bis September 2016 betrug 7 Prozent. Eine hervorragende Leistung, denn im gleichen Zeitraum ist der gesamte weltweite Halbleitermarkt praktisch nicht gewachsen. Das Segmentergebnis verbesserte sich um 85 Mio. Euro und betrug 982 Mio. Euro. Das entspricht einer Segmentergebnis-Marge von 15,2 Prozent.«

Der Netto-Gewinn kletterte von 634 Mio. Euro (2015) um 17,2 Prozent auf 743 Mio. Euro. Gleichzeitig erholte sich der Free-Cash-Flow von --1654 Mio. Euro (2015) infolge der IR-Übernahme auf 490 Mio. Euro im abgelaufenen GJ 2016. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich von 35.424 auf 36.299, die der F&E-Mitarbeiter von 5778 auf 6057.

Infineon sieht sich als Marktführer bei Leistungselektronik und profitiert besonders vom zunehmenden Bedarf an Lösungen, die den CO2-Ausstoß verringern. Ploss: »Durch die steigende Nachfrage nach Leistungshalbleitern werden wir in unserer 300-Millimeter-Fertigung bis Ende 2017 eine Auslastung erreichen, mit der wir anfangen die Früchte unserer Investitionen in diese Zukunftstechnologie zu ernten. Dank gestiegener Produktivität, Effizienzvorteilen aus der Integration von International Rectifier und des starken US-Dollar heben wir unser Margenziel auf 17 Prozent über den Zyklus an.« Der Infineon-Vorstand hat beschlossen, das Ziel für die Segmentergebnis-Marge über einen Zyklus von 15 Prozent auf 17 Prozent anzuheben, da positive Effekte auf das künftige Ergebnis zu erwarten sind: Der weitere Ausbau und die Nutzung der 300-mm-Fabrik in Dresden sowie Kostenvorteile aufgrund der Integration der Fertigungslandschaft von IR sollen sich vorteilhaft auswirken. Zudem begünstigt der gegenüber dem Euro stärkere US-Dollar den Konzernumsatz und das Konzernergebnis im Vergleich zur Wechselkursrelation bei Festlegung des bisherigen Renditeziels.

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Infineon Geschäftsjahr 2016

Zahlen des GJ 2016 von Infineon Technologies.