Halbleiterfertigung Globalfoundries expandiert in Dresden

Der Standort von Globalfoundries in Dresden.
Der Standort von Globalfoundries in Dresden.

Der Halbleiterfertigungsdienstleister Globalfoundries investiert massiv in den Standort Dresden und möchte bis 2020 die Kapazitäten um 40 Prozent aufstocken. Gleichzeitig wird die nächste FDSOI-Technologie für den 12-nm-Knoten in Dresden entwickelt.

Der in Santa Clara ansässige Halbleiterhersteller Globalfoundries will angesichts steigender Nachfrage seine weltweiten Kapazitäten ausbauen. Das Unternehmen investiert dazu in seine Leitwerke in den USA und Deutschland, baut eine Präsenz in China auf und erweitert seine Kapazitäten für gängige Halbleiterprozesse in Singapur.

»Wir investieren weiterhin in Kapazitäten und Technologien, um den Bedarf unserer weltweiten Kundenbasis zu decken«, erklärt CEO Sanjay Jha diesen Schritt. »Wir sehen eine starke Nachfrage sowohl für unsere Mainstream-Technologien als auch für die führenden Technologien wie RF-SOI, FD-SOI und FinFET. Diese neuen Investitionen ermöglichen uns, die bestehenden Standorte zu erweitern und unsere Präsenz in China durch eine Partnerschaft in Chengdu aufzubauen.«

In den USA plant Globalfoundries, seine Kapazitäten für 14-nm-FinFETs am Standort der Fab 8 in Malta/New York um 20 Prozent zu erhöhen. Die neuen Produktionskapazitäten werden voraussichtlich Anfang 2018 in Betrieb gehen. Im Staat New York wird auch weiterhin das Entwicklungszentrum für den forschrittlichsten 7-nm-FinFET-Prozess sowie die EUV-Lithografie mit extremem Ultraviolett-Licht angesiedelt bleiben.
 
In Deutschland plant der Konzern den weiteren Ausbau seiner Kapazitäten für die planare 22FDX-Prozessfamilie (22-nm-Knoten mit Fully Depleted Silicon on Insulator) in seiner Fab 1 in Dresden, um die Nachfrage für Halbleiter für das Internet der Dinge (IoT), Smartphone-Prozessoren, Automobilelektronik und andere batteriebetriebene drahtlose Anwendungen bedienen zu können. Die Kapazitäten des Standorts sollen dazu um 40 Prozent bis 2020 gesteigert werden. Dresden wird weiterhin als Zentrum der FDX-Technologieentwicklung gestärkt. Die Ingenieure dort haben bereits mit der Entwicklung der nächsten Technologie-Generation 12FDXTM begonnen. Erste Kundenprodukte sollen bereits Mitte 2018 unterstützt werden.
 
In China geht Globalfoundries eine Partnerschaft mit der Stadt Chengdu ein. Die Partner planen den Bau einer 300-mm-Fabrik, um den wachsenden Halbleitermarkt in China und die steigende globale Nachfrage nach 22FDX zu bedienen. Die Fab wird ab 2018 zunächst mit gängigen Prozesstechnologien die Fertigung aufnehmen und dann den Schwerpunkt auf den 22FDX-Prozess legen. Der Start der Volumenproduktion ist für 2019 geplant.
 
In Singapur erhöht das Unternehmen die Kapazitäten für 40 nm in seiner 300-mm-Fabrik um 35 Prozent und wird gleichzeitig die Kapazitäten für 180 nm in seinen 200-mm-Werken erweitern. Das Unternehmen plant außerdem neue Kapazitäten für die Fertigung RF-SOI-Chips