Infineons 2. Quartal Fast 1 Millarde Umsatz und über 500 Millionen Gewinn

Am Campeon, dem Firmensitz von Infineon, dürften in diesen Tagen die Sektkorken knallen: Vor allen Dingen wegen eines Wachstums von über 30 Prozent im Bereich Industrie konnte der Chiphersteller im Vergleich zum Vorquartal kräftig zulegen.

Für den deutschen Halbleiter-Hersteller Infineon läuft es weiterhin blendend: Nachdem der Aktienkurs auf 8 Euro zusteuert und damit fast 20x so hoch liegt wie in den Zeiten des "Penny-Stocks", konnte Vorstandschef Peter Bauer erfreuliche Zahlen bezüglich der Geschäftsentwicklung im 2. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres präsentieren. Der Umsatz in den ersten 3 Monaten des Jahres 2011 betrug 994 Mio. Euro - über 200 Mio. Euro mehr als im 2. Quartal des Vorjahres.

Der Gewinn betrug astronomische 572 Mio. Euro, von denen allerdings 399 Mio. Euro nicht aus dem laufenden Geschäft, sondern aus sogenannten "income from discontinued operations, net of income taxes" erzielt wurden, in diesem Fall durch die Aufgabe des Geschäftsbereiches Wireless, der ja bekanntlich an Intel verkauft wurde. Allerdings hat sich auch der Gewinn aus dem laufenden Geschäft gegenüber 2010 mehr als verdoppelt.

Besonders stark gewachsen ist das Industrie- und Multimarket-Segment, dessen Umsatz gegenüber dem 2. Quartal 2010 um 34 % wuchs, auch Automotive konnte um 24 % zulegen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betrugen knapp über 12 % vom Umsatz, Ende März 2011 arbeiteten noch knapp über 25.000 Beschäftigte für Infineon.

Interessant erscheint, dass es in diesem Quartal keine Umsatzverschiebungen zu Gunsten von Asien auf Kosten von Europa und Deutschland gab, ganz im Gegenteil: Nachwievor erzielt Infineon 49 % seines Umsatzes in EMEA (Deutschland 27 %), Asien blieb mit 25 % konstant, Japan verlor 1 % von 6 auf 5 %, in Amerika blieben unverändert 11 %.

Die Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr 2011 wurde auf 20 % Wachstum gegenüber 2010 angehoben - dies würde am 30. September einen Umsatz von fast 4 Mrd. Euro bedeuten.