Infineon Geschäftszahlen Erstes Quartal 2017 erfolgreich

Positiv startet Infineon in das Geschäftsjahr 2017. Für das Umsatzplus im ersten Quartal sind zwei der vier Geschäftsbereiche des Halbleiterherstellers verantwortlich, für ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum besseres Ergebnis sogar nur ein Bereich.

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2017, das am 31.12.2016 endete, meldet die Infineon Technologies AG mit 1,645 Mrd. Euro einen um sechs Prozent höheren Gesamtumsatz als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis der vier Geschäftsbereiche – Automotive, Industrial Power Control, Power Management & Multimarket und Chip Card & Security – zusammen stieg im ersten Quartal 2017 sogar um 12 Prozent auf 246 Mio. Euro, verglichen mit dem ersten Quartal 2016. Damit entwickelte sich der Umsatz im ersten Quartal 2017 nur wenig schwächer als im vorangegangenen vierten Quartal 2016 (1,675 Mrd. Euro). Hinsichtlich der summierten Ergebnisse der einzelnen Geschäftsbereiche war für diese Quartalsbetrachtung jedoch ein Rückgang von zwölf Prozent zu verzeichnen: Drei der vier Geschäftsbereiche meldeten rückläufige Ergebnisse nur der Bereich Automotive konnte im ersten Quartal 2017 die positive Entwicklung von Quartal zu Quartal fortsetzen.

Automobilbranche treibt Umsatz und Ergebnis

Im Geschäftsbereich Automotive steigerte Infineon im ersten Quartal 2017 erneut sowohl Umsatz als auch Ergebnis. Beide Werte legten gegenüber dem vierten Quartal 2016 um zwei Prozent zu, auf 705 Mio. Euro Umsatz mit einem Ergebnis von 114 Mio. Euro. Bezogen auf den gleichen Vorjahreszeitraum, mit 614 Mio. Euro Umsatz und 72 Mio. Euro Ergebnis, wurde sogar ein Umsatzwachstum von 15 Prozent erzielt und das Ergebnis legte um 58 Prozent sehr deutlich zu. Als Grund für die positive Entwicklung im zurückliegenden Quartal gibt Infineon die anhaltend gute Nachfrage bei Fahrerassistenzsystemen und bei Komponenten für Hybrid- und Elektrofahrzeugen an. Damit konnte sogar der saisonbedingte Nachfragerückgang in anderen Bereichen mehr als ausgeglichen werden. Die Ergebnismarge im Geschäftsbereich Automotive, der mit 43 Prozent den größten Anteil zum Gesamtumsatz beiträgt, blieb wie im Quartal zuvor bei 16,2 Prozent. Im ersten Quartal 2016 lag der Wert noch bei 11,7 Prozent.

Mit plus sechs Prozent konnte der Geschäftsbereich Industrial Power Control zwar gegenüber dem ersten Quartal 2016 den Umsatz auf 264 Mio. Euro steigern, jedoch mit einem um 1 Mio. Euro (–4 Prozent) niedrigeren Ergebnis von 24 Mio. Euro. Verglichen mit dem vorangegangenen Quartal gingen die Umsätze um 5 Prozent und das Ergebnis um 35 Prozent zurück. Demzufolge sank auch die Ergebnismarge im Geschäftsbereich Industrial Power Control auf 9,1 Prozent, den niedrigsten Wert aller vier Geschäftsbereiche in den vergangenen fünf Quartalen. Neben der geringeren Nachfrage von Kunden, die im Bereich elektrischer Antriebe aktiv sind, machte sich hier die saisonbedingte Nachfrageschwäche im Photovoltaik-Umfeld bemerkbar. Der Rückgang konnte nur teilweise durch ein Umsatzwachstum von Kunden aus dem Bereich Windenergie und Haushaltsgeräte kompensiert werden. Bei Haushaltsgeräten führt Infineon den Umsatzanstieg auf seine IPM (Intelligent Power Modules) genannten Bausteine zurück. Sie sind für kleine Elektrogeräte konzipiert und enthalten als System in Package alle Komponenten zur Motorsteuerung im Leistungsbereich 80 W bis 200 W.