BMBF-Forschungsprojekt Die große Bandlücke nutzbar machen

Ein Forschungsprojekt zum Thema "Halbleiter mit großer Bandlücke" (Wide-Bandgap Semiconductors), in dem zehn Unternehmen und drei Forschungsunternehmen aus dem Raum Berlin zusammenarbeiten, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ab Juli 2010 bis 2013 mit insgesamt 6,5 Mio. Euro gefördert.

In dem Verbundprojekt "Berlin WideBaSe" stehen Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Materialien, Ausrüstungen, Bauelemente und Systemen auf der Basis von Halbleitern mit großer Bandlücke auf dem Programm. Dazu zählen die Vebindungshalbleiter Galliumnitrid (GaN), Aluminiumnitrid (AlN), Zinkoxid (ZnO) oder Siliziumkarbid (SiC). Aus der großen Bandlücke resultieren die speziellen Eigenschaften dieser Halbleiter wie hohe Ladungsträgerbeweglichkeit, hohe Durchbruchsfeldstärken, gute Wärmeleitfähigkeit und Funktionsfähigkeit auch bei hohen Temperaturen. In der Optoelektronik bieten die großen Bandlücken die Möglichkeit, optische Bauelemente zu realisieren, die Licht mit Wellenlängen bis in den UV-Bereich hinein detektieren und abstrahlen.
 
Im Rahmen von "WideBaSe" betreut das Unternehmen Jenoptik zwei Verbundprojekte, die sich mit der Entwicklung und Herstellung von UV-LEDs und UV-Fotodioden befassen. UV-LEDs werden etwa in Fluoreszenz-Messgeräten benötigt oder bei der Oberflächen-Polymerisation von Lacken und Kunststoffen verwendet. UV-Fotodioden können etwa für die Flammenüberwachung in Ölbrennern eingesetzt werden, um den Verbrennungsvorgang auf möglichst niedrige Emission hin zu optimieren.

Neben Jenoptik gehören Advanced Micowaves Technologies, BeMiTEC, CrysTec, eagleyard photonics, LayTec, OSA Opto Light, Osram, RTG Microanalyse sowie Sentech Instruments zu den beteiligten Unternehmen. Die Forschungseinrichtungen sind das Ferdinand-Braun-Institut/Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik, das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung und die Technische Universität Berlin.