STMicroelectronics Deutlich höherer Betriebsgewinn in 2016

Um bescheidene 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigerte STMicroelectronics 2016 seinen Umsatz auf 6,973 Mrd. US-Dollar. In diesem Zeitraum gelang es jedoch den Betriebsgewinn gegenüber 2015 nahezu zu verdoppeln.

Zur insgesamt positiven Gewinnentwicklung bei STMicroelectronics haben neben dem 1,1-prozentigen Umsatzwachstum auch die um 1 Prozent auf 4,518 Mrd. US-Dollar reduzierten Herstellungskosten beigetragen. So konnte in diesem Zeitraum der Betriebsgewinn um beachtliche 96 Prozent geteigert werden, von 109 Mio. US-Dollar (2015) auf 214 Mio. US-Dollar.

Besonders erfolgreich verlief für STMicroelectronics das zweite Halbjahr 2016 – mit einem Umsatzwachstum von 6,5 Prozent verglichen mit dem gleichen Vorjahreszeitraum. Alle Produktsegmente verzeichneten im zweiten Halbjahr eine deutliche Umsatzsteigerung. Dennoch konnten über alle Quartale des Jahres 2016 betrachtet nur zwei Bereiche, die „Automotive and Discrete Group“ (ADG) und die unter „Andere“ zusammengefassten Segmente wie z.B. die Bildsensorproduktion, ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern. ADG erhöhte den Umsatz um 82 Mio. US-Dollar (3 Prozent) auf 2,813 Mrd. US-Dollar und der Bereich Andere legte sogar um 43,3 Prozent (88 Mio. US-Dollar) auf 291 Mio. US-Dollar zu. Hier vermeldet STMicroelectronics ein starkes Wachstum im Bereich spezieller Bildsensoren. Weniger erfolgreich waren der Produktbereich „Analog and Mems Group“ (AMG), der 2016 weniger ICs verkaufen konnte als 2015 und deren Umsatz mit 1,584 Mrd. US-Dollar um 5,2 Prozent unter dem Ergebnis von 2015 liegt, und der Produktbereich „Microcontrollers and Digital ICs Group“ (MDG), der mit 2,285 Mrd. US-Dollar 7 Mio. US-Dollar weniger erwirtschaftete als im Jahr zuvor.

Weniger Ausgaben für Forschung und Entwicklung

Rückläufig waren 2016 auch die für Forschung und Entwicklung erhaltenen Subventionen. Sie werden bei STMicroelectronics als „andere Einnahmen“ bilanziert und lagen 2016 bei 99 Mio. US-Dollar. 2015 wurde hierfür noch ein Betrag von 164 Mio. US-Dollar ausgewiesen. Dementsprechend fielen 2016 auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit 1,336 Mrd. US-Dollar um 6,2 Prozent niedriger aus als 2015. Für höhere Ausgaben sorgte 2016 der als Restrukturierung bezeichnete Ausstieg aus dem Produktsegment ICs für Set-Top-Boxen. So wurden 2016 für Wertminderung und Restrukturierung Kosten in Höhe von 93 Mio. US-Dollar verbucht, 2015 waren es nur 65 Mio. US-Dollar. Die gesamten Betriebsausgaben stiegen 2016 leicht, um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, auf 2,241 Mrd. US-Dollar.

Die positive Entwicklung in den letzten zwei Quartalen des Jahres 2016 stimmt Carlo Bozotti, President und CEO von STMicroelectronics, optimistisch: „Basierend auf Marktprognosen, einem positiven Buchungstrend und einer starken Umsatzentwicklung bei unseren Vertriebspartnern sehen wir, dass sich die Dynamik der zweiten Jahreshälfte 2016 in 2017 fortsetzt.“ Für 2017 will STMicroelectronics 1 Mrd. bis 1,1 Mrd. US-Dollar investieren, in die 300-mm-Halbleiterfertigung incl. Test und Endmontage.