2. Gas Bearing Workshop Das Forum der Luftlager-Community

Luft- bis Kippsegment-Lagerungen und die Ergebnisse in  Langzeitstabilität.

Am 17. März 2017 fand der Gas Bearing Workshop (GBW) zum zweiten Mal statt. Erneut wurde er von der GMM und der DSPE (Dutch Society for Precision Engineering) in Düsseldorf ausgerichtet. Lesen Sie hier, welche Themen dieses Mal am wichtigsten waren.

Chairman Wolfram Runge von der Beuth-Hochschule Berlin begrüßte die über 40 Teilnehmer und wies auf einen Schwerpunkt des Treffens hin, nämlich die Präsentation wichtiger US-amerikanischer Aktivitäten auf dem Gebiet der Luftlagertechnik.

In der folgenden Begrüßung verdeutlichte der niederländische Konsul Hans van der Heuvel die große Bedeutung der niederländisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen, die durch verschiedenste gemeinsame Forschungsprojekte gefördert wird.

Henny Spaan von der Firma IBS hielt den Keynote-Vortrag über neue Anwendungen poröser Luftlager. Die Lagerungen werden beispielsweise für den Rotor eines CT-Scanner, aber auch bei modernsten Produktionsaufgaben eingesetzt. Die Roll-to-Roll-Herstellung von elektronischen Komponenten erfordert die berührungsfreie Führung und Positionierung von Folien mit Mikrometer-Genauigkeit.

Ähnliches gilt für die dünnen Glas-Substrate von Flachbildschirmen oder Solarzellen. Auch hier werden poröse Luftlager in großem Umfang verwendet. Aus dem Bereich der Optik wurde ein adaptiver Spiegel präsentiert, dessen Oberflächengestalt sich durch zwölf einzelne, poröse Lagersegmente gezielt einstellen lässt.

Über die Ergebnisse der TU Ilmenau auf dem Gebiet der replizierten Lagerflächen sprach Christoph Hahm. Er stellte dem klassischen Granit den Mineralguss gegenüber, der ab einer Seriengröße von vier bis fünf Teilen kostengünstiger sei.

Außerdem berichtete er über Untersuchungsergebnisse zu den gegenwärtigen Grenzen der Langzeitstabilität. Die weiteren Forschungsarbeiten gelten der wenig robusten Oberfläche der Beton-Teile: Ein Ansatz ist, Oberflächen aus Glas aufzubringen.