AMD Bulldozer-Prozessoren für Desktop-PCs erreichen erwartete Rechenleistung nicht

Einem Bericht diverser amerikanischer Quellen zufolge wird AMD die „Bulldozer“-CPUs der FX-Serie statt Anfang Juni voraussichtlich erst Ende Juli dieses Jahres verkaufen können, einige sprechen sogar von August oder September. Zuvor hatte sich bereits eine Verspätung der 32-nm-Prozessoren angekündigt.

Als Grund für die mutmaßliche Verschiebung werden Probleme mit der Leistung der frühen „Bulldozer“-Chips im B0- und B1-Stepping genannt. Die Steppings B0 und B1 sind ein sehr früheres Entwicklungsstadium der Prozessoren und sind fast ausschließlich bei Engineering-Muster, in der Entwicklung, bei Prozessoren für OEMs sowie bei Pressemustern zum Testen zu finden. Die B2-Version ist die Verkaufsversion. Über die generelle Leistung der Prozessoren sei aber noch immer nichts bekannt. Die Rechenleistung der Chips im B1-Stepping scheint aber nicht besonders gut auszufallen, wie die Kollegen schreiben.

Auf der Webseite xbitLabs kann man mit Bezug auf eine Quelle im direkten AMD-Umfeld lesen, dass die Rechenleistung bei 2,5 GHz (3,5 GHz im Turbo-Modus) im Vergleich zu Intels Core-i7-Prozessoren mit der Sandy-Bridge-Architektur „nicht wettbewerbsfähig sei“. Deswegen könne die Auslieferung nicht vor September 2011 beginnen, was bedeuten würde, dass mit Bulldozer-Chips ausgerüstete Produkte nicht vor Ende 2011 oder sogar 2012 am Markt verfügbar sein werden.

Die Ursache in diesem Deasaster soll darin liegen, dass einige Schlüsselentwickler der Prozesstechnologie bei Globalfoundries das 32-nm-Team verlassen haben und sich auf die Entwicklung von 28-nm- und 20-nm-Prozessen konzentrieren – um damit neue Kunden für Globalfoundries zu gewinnen.

Angeblich hatte AMD den Launch ursprünglich für die gerade begonnene Computex in Taipei vorgesehen.