Programm der GMM-Fachtagung AmE 2017 Autonomes Fahren steht im Mittelpunkt

Welche Themen und Herausforderungen bewegen die Fahrzeugindustrie im Moment am meisten? Dieser Frage gingen die Organisatoren der AmE – Automotive meets Electronics bei der Zusammenstellung des Konferenzprogramms nach, sodass die wichtigsten aktuellen Trends aufgegriffen werden.

Das Programm der AmE 2017 steht fest. In diesem Jahr liegt der Fokus der Konferenz, die vom 7. bis 8. März in der Dortmunder Westfalenhalle stattfindet, ganz klar auf dem autonomen Fahren und den dazu notwendigen Assistenzsystemen. So beschäftigen sich auch die drei zur AmE eingeladenen Vorträge mit Aspekten, die eine Rolle beim autonomen Fahren spielen.

Beispielsweise wird Herr Aal von Volkswagen in seinem Vortrag „Automotive becomes Electronics – The automotive transformation process & VW’s Smart Semiconductor Integration Program“ ausführen, wie wichtig die Zuverlässigkeit von Halbleitern für die Realisierung eines Systems ist. Herr Hellenthal von Audi wird einen Ausblick auf die Anforderungen geben, die zukünftige Fahrerassistenzsysteme an die Elektronik stellen. Ebenfalls auf Einladung kommt Herr Fricke von IBM, der in seinem Vortrag „Automation beyond Self-Driving – The Role of Automotive Service Robots in Automated Mobility Systems“ die Integration des Fahrzeugs in das Internet unter dem Aspekt der Datensicherheit hinterfragt.

In den weiteren technischen Vorträgen zum Thema ADAS werden unter anderem die Spurhaltung des Fahrzeugs unter schwierigen Bedingungen und die Übergabe der Kontrolle an den Fahrer beleuchtet. Den Fahrwegen widmet sich sogar eine ganze Session mit Vortragsthemen wie „Kinodynamische Trajektorien-Optimierung zur Echtzeit-Fahrzeugführung“ und „Nichtlineare Regelungsmethoden für kombinierte Quer- und Längsführung für hochautomatisiertes Fahren auf der Autobahn“.

Neben den Fortschritten beim autonomes Fahren kann die Automobilelek­tro­nik-Branche natürlich auch in anderen Bereichen Entwicklungsschritte vorweisen, zum Beispiel beim Thema Antriebstechnik. So gibt es einen Vortrag über die Analyse verschiedener (teil-)elektrifizierter Antriebsvarianten. Auch stellt der Einsatz von GaN-Transistoren eine deutliche Weiterentwicklung gegenüber der Verwendung von CMOS-Transistoren dar. Damit beschäftigt sich der Vortrag „Störemission und Entwärmung bei dem Einsatz von miniaturisierten Galliumnitrid-Leistungstransistoren in Hochvolt-Anwendungen“. Daneben ist festzustellen, dass sich die Nutzung des Autos immer mehr verändert. Dies wird im Vortrag „Das Auto als Service“ aufgegriffen.

Die Vortrags-Sessions

Das Programm wurde in insgesamt neun Sessions aufgeteilt, davon acht Vortrags-Sessions und eine Poster Session. Bei der Zusammenstellung der Sessions wurde auf eine thematisch sinnvolle Gliederung geachtet. Am Dienstag, 7. März, stehen neben der Poster Session die Vortrags-Sessions „Zuverlässigkeit“, „Fahrwege“, „ADAS“ sowie „Fahrer und Fahrzeug“ im Programm. Am Mittwoch, 8. März, dürfen die Teilnehmer sich auf die Sessions „IT-Perspektiven“, „Kommunikation & Interaktion“, „ADAS“ und „EMC/EMV & Simulation“ freuen. In den Pausen und bei der Poster Session bietet die AmE Gelegenheit für Diskussionen sowie um bestehende Kontakte zu vertiefen oder neue Kontakte zu knüpfen.

Am ersten Tag der Konferenz wird es wieder eine Abendveranstaltung geben. Als Veranstaltungsort wurde das Automobil-Museum Dortmund ausgewählt. Dort können die Teilnehmer Oldtimer zahlreicher bekannter Automarken bewundern, unter anderem Exponate von Jaguar, Ferrari, Horch, MG, Alfa Romeo, VW und Mercedes. Des Weiteren wartet eine Sammlung historischer Motorräder darauf, bestaunt zu werden. Gelegentlich enthält die Ausstellung auch Autos prominenter Personen. Beispiele hierfür sind der Jaguar MK V, Baujahr 1949, der Nelson A. Rockefeller gehörte, und der Jaguar MK I, der im Besitz von Heinz Rühmann war.

Die AmE findet in diesem Jahr bereits zum achten Mal statt. Als technisch orientierte Konferenz will sie Ingenieuren und Wissenschaftlern aus der Fahrzeug- und Zulieferindustrie von Hochschulen und Forschungsinstituten eine Plattform beiten. Weitere Informationen zu der Veranstaltung sowie das vollständige Programm sind online unter www.ame-konferenz.de zu finden. Der Tagungsbericht wird als GMM-Fachbericht im VDE-Verlag erscheinen.

 

Die GMM 
GMM MitgliederinfoDie GMM ist die bedeutendste unabhängige, wissenschaftliche Organisation auf dem Gebiet der Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik im deutschsprachigen Raum.
Als Medienpartner berichtet die Elektronik regelmäßig über die Aktivitäten des Verbands.