Innovative Ideen bei Cosima 2016 (Teil3) Automatisches System zum Augenbrauen zupfen

Bild 1. Ein Studententeam von der Hochschule Furtwangen überzeugte mit dem Prototyp eines „Augenbrauen-Trimm-Systems“
Bild 1. Ein Studententeam von der Hochschule Furtwangen überzeugte mit dem Prototyp eines „Augenbrauen-Trimm-Systems“

Der Studentenwettbewerb Cosima zielt darauf ab, neue Einsatzmöglichkeiten für die Mikrosystemtechnik zu finden. Dass die Anwendungsmöglichkeiten in der Tat schier unerschöpflich sind, zeigt das hier vorgestellte Projekt.

Wir haben bereits ausführlich über einige Cosima-Projekte berichtet, zum Beispiel über einen energieautarken Sturzsensor und über ein Geisterfahrer-Warnsystem. Nun berichten wir über den dritten Platz des Wettbewerbs Cosima 2016, über den sich ein internationales Studententeam von der Hochschule Furtwangen freuen durfte.

Das Team ging der Frage nach, wie sich Roboter künftig für Körperpflege und kosmetische Anwendungen einsetzen lassen. Das „Augenbrauen-Trimm-System“ von Derek Orbaugh aus Guatemala, Reem AlGaifi aus Jemen sowie Uma Maragatham Muthiah und Yuvaraj Murugesan aus Indien ist ein Roboterarm, der mittels der sogenannten Faden-Technik Augenbrauen in Form zupfen kann. Bei dieser Technik werden die Härchen mit einem gezwirbelten Faden entfernt. Da hierfür gewisses Geschick nötig ist, kommt die Technik meist nur in Kosmetiksalons zum Einsatz. Mit Hilfe von Mikrosensoren ermittelt der Roboter den Abstand zum zu verschönernden Gesicht. Methoden der Bilderkennung werden benutzt, um die entsprechende Gesichtspartie zu identifizieren und die Augenbrauen dann gezielt anzufahren. Getestet wurde das Verfahren an einem Dummy.

Das Team arbeitet nun daran, die Funktionen des Roboterarms auf Fähigkeiten wie Rasieren und Schminken zu erweitern. Eine Vision der Studenten ist es, mit einem solchen Roboter Menschen mit Behinderung den Alltag zu erleichtern.

In den Elektronik-Ausgaben 26/2016 und 01/2017 haben wir bereits die übrigen Cosima-2016-Projekte präsentiert: das Projekt zur Prävention vor Geisterfahrern „Ghostbuster“ (erster Platz), die Smart-Home-Lösung zur Luftfeuchtigkeitsüberwachung „Smart Condition Monitoring“, den energieautarken Sturzsensor „BodyWarn“ (zweiter Platz) sowie den smarten Kühlschrank „ZHI-fridge“. Die drei Gewinnerteams von Cosima 2016 sind für den internationalen Wettbewerb iCan qualifiziert.

 

Die GMM 
GMM MitgliederinfoDie GMM ist die bedeutendste unabhängige, wissenschaftliche Organisation auf dem Gebiet der Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik im deutschsprachigen Raum.
Als Medienpartner berichtet die Elektronik regelmäßig über die Aktivitäten des Verbands.