Zweite Finanzierungsrunde gescheitert Aus für FPGA-Start-up

Das Start-up-Unternehmen Tier Logic, das eine neue FPGA-Technologie entwickelt hatte, konnte bei den Risikokapitalgebern nicht genügend Kapital auftreiben, um die nächste Stufe der Unternehmensentwicklung zu bewältigen: Chips in der neuen Technologie werden daher nicht produziert.

Tier Logic wurde im Jahr 2002 im Silicon Valley gegründet und hat die in einer ersten Finanzierungsrunde akquirierten 20 Mio. Dollar nun aufgebraucht. Um die Chips nun produzieren und vermarkten zu können, werden nach Angaben des Unternehmens weitere 20 bis 30 Mio. Dollar benötigt. Obwohl das Unternehmen bereits funktionsfähige Prototypen seiner neuen FPGAs realisieren konnte und sogar Aufträge von einigen Kunden vorweisen kann, haben sich die bisherigen Geldgeber aus dem Geschäft zurückgezogen.
 
Tier Logic hält mehr als 50 Patente im Zusammenhang mit seiner FPGA-Technologie, bei der die Anwender- und Konfigurations-Schaltungsblöcke in  Schichten übereinander gestapelt werden. Durch eine Reduzierung des Aufwandes für die Konfiguration gelingt es nach Angaben der Erfinder darüber hinaus, kleinere, dichtere und schnellere Bausteine herzustellen, die zudem weniger Leistung benötigen und zuverlässiger sind als Standard-FPGAs. Schließlich können, sobald das Design verifiziert ist, die Konfigurations-Schaltungsblöcke durch eine Metallisierungsebene ersetzt werden. Aller Voraussicht nach wird diese neue Technologie nun der Markt nicht mehr erreichen.