Konfliktmineralien Auf den Spuren von Tantal, Zinn, Wolfram und Gold

Goldmine in Afrika

Um sicherzustellen, dass in den Endgeräten keine Konfliktmineralien verarbeitet werden, muss die Lieferkette noch besser abgesichert werden. Einige der großen Hersteller haben sich der Herausforderung gestellt und bieten mittlerweile Endprodukte an, für deren Herstellung keine Konfliktmineralien verwendet wurden.

In dem Versuch, die Konfliktparteien im Kongo und den angrenzenden Gebieten finanziell auszutrocknen, hatte die amerikanische Regierung im Rahmen des „Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Acts“ im Jahr 2010 die Unternehmen u.a. dazu verpflichtet, die Herkunft der vier Konfliktmaterialien Tantal, Zinn, Gold und Wolfram auszuweisen. Die von der amerikanischen Börsenaufsicht SEC danach herausgegebenen Durchführungsvorschriften verpflichteten die börsengeführten Unternehmen, eine sorgfältige Untersuchung bei ihren Lieferanten durchzuführen und die Verwendung von Mineralien aus dem Krisengebiet öffentlich zu machen. Damit sollte der Verbraucher informiert und ihm die Gelegenheit gegeben werden, eine qualifizierte Kaufentscheidung zu treffen.

Nach einer Schätzung der Conflict Free Sourcing Initiative (CFSI) gibt es weltweit zwischen 300 und 600 Hütten, in denen Erze verarbeitet werden. Die CSFI führt etwa 100 Verhüttungsunternehmen, die keine Erze aus dem Krisengebiet der Demokratischen Republik Kongo (DRC) verarbeiten.

Die Rechtmäßigkeit der SEC-Vorschriften zum Dodd-Frank Act der SEC wurden bereits kurz nach ihrer Veröffent­lichung von der National Association of Manufacturers (NAM) in Frage gestellt und einer gerichtlichen Überprüfung unterzogen. Am 14. April 2014 hat der für Washington DC zuständige Gerichtshof entschieden, dass die Unternehmen nicht dazu gezwungen werden können, zu erklären, dass ihre Produkte „konfliktfrei“ bzw. „nicht konfliktfrei“ seien. Mit diesem Gerichtsentscheid behalten die jedoch die anderen SEC-Vorschriften, die zur Durchsetzung der Basis des Dodd-Frank Acts erlassen wurden, ihre Gültigkeit. Die Unternehmen werden darin verpflichtet 

  • zu entscheiden, ob der Dodd-Frank Act auf sie zutrifft,
  • die Hersteller zu identifizieren, die die Mineralien bzw. Rohstoffe geliefert haben,
  • den Ursprung der Materialien zu identifizieren und die Maßnahmen zu beschreiben, die ergriffen wurden, um die Mine oder den Ursprungsort der Mineralien zu bestimmen.

Die Unternehmen müssen nun aber ihre Produkte nicht mehr mit den Labels „DRC conflict free“ (Democratic Republic Congo), „DRC conflict undeterminable“ oder „not DRC conflict free“ kennzeichnen.