Xilinx ARM-basierende Architektur kombiniert serielle und parallele Signalverarbeitung

Xilinx hat erste Details seiner neuen Architektur für die "Extensible Processing Platform" vorgestellt, eine ARM-basierende Signalverarbeitungsplattform zur Kombination serieller und paralleler Signalverarbeitung.

Insbesondere zeitkritische Applikationen sind das Ziel dieser Entwicklung, die hohe Rechenleistung zu geringeren Kosten und niedrigem Stromverbrauch verspricht. Im Automobilbereich zählen beispielsweise Fahrerassistenzsysteme zur Unfallvermeidung dazu, die Reaktionszeiten im Millisekundenbereich voraussetzen.

Dies wird durch einen ARM Cortex-A9 MPCore-basierendes SoC realisiert, dem ein FPGA zur Seite steht. Der Dual-Core arbeitet mit bis zu 800 MHz pro Core. Das FPGA ist durch den Einsatz des AMBA-AXI-Busses eng mit dem Prozessorsystem gekoppelt, dies behebt die bekannten Engpässe zwischen den parallelen und seriellen Rechenumgebungen, Speicher und I/O. Es ermöglicht dem Prozessorsystem auch die Kontrolle über die Konfiguration der programmierbaren Logik, einschließlich der dynamischen Neukonfigurierung.

Softwareentwickler können bestehenden Code, der bereits für ARM-basierende Systeme erstellt wurde, und Bibliotheken mit marktgängigen Open-Source-Softwarekomponenten nutzen. Werkzeuge wie ARM RealView und solche von Drittanbietern, Eclipse basierende IDEs, GNU, Xilinx-Software-Developmnet-Kit unterstützen den Designprozess.

Als Betriebssysteme können Linux, VxWorks von WindRiver und µC-OSII von Micrium eingesetzt werden. Mit ersten Produkten, die auf der Extensible Processing Platform Architektur basieren, wird nach Angaben von Xilinx Anfang 2011 gerechnet.