Prozessoren AMD stänkert mit zwei neuen Ryzens gegen Intel an

AMD hat zwei neue Ryzen-Prozessoren vorgestellt und stellt die Vorteile gegenüber Intels aktueller »Coffee Lake«-Generation heraus.

AMD hat die ersten Ryzen Desktop-Prozessoren mit integrierter Radeon-Vega-Grafik vorgestellt. Die Quad-Core-Prozessoren Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G kombinieren AMDs Vega-Grafik mit »Zen«-Kernen auf einem einzigen Chip. Damit zielt AMD besonders auf PC-Spieler, die damit Gaming auf Konsolenniveau zu einem attraktiven Einstiegspreis erhalten sollen. Bei Prozessoren weisen eine Thermal Design Power (TDP) von 65 Watt auf und haben ansonsten folgende Merkmale:

Ryzen 5 2400G: 

  • 4 CPU-Kerne, 
  • 8 Threads, 
  • 3,9 GHz max. Boost Clock, 
  • Grafik: Radeon RX Vega mit 11 Graphics Compute Units, max. 1,25 GHz
  • 6 MB L2/L3 Cache
  • Preis: 165€/169 USD.

Ryzen 3 2200G: 

  • 4 CPU-Kerne, 
  • 4 Threads, 
  • 3,7 GHz max. Boost Clock, 
  • Grafik: Radeon Vega 8 mit 8 Graphics Compute Units, max. 1,1 GHz
  • 8 MB L2/L3 Cache
  • Preis: 96€/99 USD.

Die neuen Ryzen Desktop APUs sind Steckplatz-kompatibel mit den schon existierenden Ryzen Desktop-CPUs bzw. dem verwendeten Sockel AM4. Sofern der Mainboard-Hersteller ein BIOS-Update bereitstellt, lassen sich die neuen Prozessoren auf bereits vorhandenen Platinen betreiben.

Schneller und billiger als Intel

Der besondere Mehrwert der AMD-Prozessoren liegt in der leistungsfähigen, integrierten Grafik. Laut Messungen von AMD bräuchte man für ein ebenso leistungsstarkes Intel-System einen Core i5-8400 für 182 USD und eine zusätzliche Grafikkarte Nvidia GeForce GT 1030 für 89 USD. Stellt man nur die Prozessoren gegenüber, dann hätte der Ryzen 5 2400 G gegenüber dem Core i5-8400 einen Leistungsvorsprung von 156% bei der Grafik und 21% bei der reinen CPU-Performance. Auch der Intel Core i5-8400 hat eine TDP von 65 Watt.