Internet-Report AMD soll Fusion-Prozessoren bei TSMC fertigen lassen

Laut einem Report der asiatischen Webseite Digitimes soll sich der Prozessorhersteller AMD entschieden haben, seine Fusion-Prozessoren bei der taiwanesischen Foundry TSMC fertigen zu lassen. Bislang war der Exklusiv-Fertigungspartner Globalfoundries, die Ausgründung der ehemaligen AMD-Fertigung.

In Berufung auf "zuverlässige Quellen in der Industrie" schreibt Digitimes, dass die Fusion-Prozessoren, die CPU und GPU auf einem Die vereinigen, in TSMC's 40-nm-Bulk-CMOS-Prozess gefertigt werden sollen.

Dies ist aus zwei Gründen überraschend: Bislang setzte man ausschließlich auf den Fertigungspartner Globalfoundries, der sich aus der ehemaligen AMD-Fertigung bildete und an dem AMD noch eine Minderheitsbeteiligung hält.  Auch auf Grund der räumlichen Nähe in Dresden pflegt man eine von beiden Seiten als "hervorragend" beschriebene Zusammenarbeit.

Desweiteren wurden alle bisherigen AMD-Prozessoren ein einem Silicon-On-Insulator-Prozess (SOI) gerfertigt und auch erste Muster des neuen Llano-Prozessors aus der Fusion-Familie werden in einem 32-nm-SOI-Prozess hergestellt. Dieser Prozessor beinhaltet 4 Cores und basiert auf der Gate-First-High-K/Metal-Gate-Technologie, wo 11 Kupferschichten getrennt durch ein Low-K-Dielektrikum zum Einsatz kommen.

Globalfoundries selbst entwickelt einen Bulk-CMOS-28-nm-Prozess, den es in einer High-Performance - und einer Low-Power-Ausführung geben wird.

Über die Gründe, warum AMD zu TSMC gehen sollte, kann man nur spekulieren: Es gibt bei den Experten heftige Diskussionen, ob der exklusiv von Globalfoundries und der IBM-Allianz bevorzugte Gate-First-Ansatz insbesondere für Anwendungen, die hohe Rechenleistungen benötigen 8.z.B: PC-Prozessoren), zielführend ist. In der Vergangenheit wurde mehrfach von thermischen Instabilitäten berichtet, die zu Verschiebungen der Schwellenspannung führen können.

Sowohl Intel, das die High-K/Metal-Gate-Technologie als erster Hersteller überhaupt einführte, und TSMC setzen auf den Gate-Last-Ansatz.