Drittes Quartal enttäuscht AMD mit Umsatzrückgang und weiterem Personalabbau

Der Halbleiterhersteller AMD kündigte im Rahmen der Bekanntgabe seines Geschäftsergebnisses des 3. Quartals 2014 einen weiteren Personalabbau an, nachdem die Umsätze gegenüber 2013 gesunken sind.

Mit 1,43 Mrd. Dollar Umsatz verfehlte AMD im 3. Quartal 2014 die Vorjahreszahl um 30 Mio. Dollar. Der Gewinn ging von 48 Mio. Dollar auf 17 Mio. Dollar zurück.

Die vom Elektroniknet exklusiv vorab angekündigte Restrukturierung wurde offiziell bestätigt: Bis Ende des Jahres sollen weitere 7 % der Mitarbeiter, also rund 750, gehen, womit die Zahl auf nur noch rund 9.400 sinken wird. Zum Vergleich: Intel, das in Q3 2014 ein neuen Rekordumsatz erzielt hatte, beschäftigt derzeit 107.600 Mitarbeiter.

Während der Geschäftsbereich „Enterprise, Embedded und Semi-Custom“ wegen AMDs Design-Wins in diversen Spielekonsolen wie PlayStation seinen Umsatz von 536 auf 648 Mio. Dollar steigern konnte, musste AMD in seinem Kerngeschäft Computing & Graphics, in dem CPUs und GPUs für Desktop-PCs, Notebooks und diskrete Grafikkarten abgebildet werden, einen Umsatzrückgang von 925 auf 781 Mio. Dollar – und noch schlimmer - sogar einen operativen Verlust in Höhe von 17 Mio. Dollar hinnehmen. Mit anderen Worten: Das Ergebnis ist nur deswegen nicht noch schlechter ausgefallen, weil sich die Spielekonsolen mit AMD-Prozessoren so gut verkaufen. AMD konnte anders als Intel an dem Wachstum im PC-Markt in Q3 2014 offenbar in keinster Weise profitieren.

Auch AMDs Schuldensituation bleibt angespannt: Aus 1,998 Mrd. Dollar langfristigen Verbindlichkeiten Ende Q3 2013 wurden Ende Q3 2014 2,106 Mrd. Dollar. Um mehr Geld in die Kasse zu bekommen, sollen daher noch einige Gebäude verkauft werden.

Für Q4 2014 rechnet der Chip-Hersteller mit einem Umsatzrückgang von 13 Prozent.