Jahreszahlen 2012 AMD mit desaströser Bilanz

Der Prozessorhersteller AMD hat seine Bilanz des Jahres 2012 vorgelegt: Nur noch 5,4 Mrd. Dollar Umsatz und ein Verlust von mehr als 1,1 Mrd. Dollar sind nicht die einzigen Zahlen, die Anlass zur Sorge bedeuten.

Gegenüber dem Vorjahr musste AMD einen Umsatzrückgang in Höhe von 17 % hinnehmen – dies dürfte einen Rückfall auf Platz 13 (von Platz 12) im Ranking der größten Halbleiterhersteller bedeuten. Nach einem Gewinn von 491 Mio. Dollar im Jahr 2011 fuhr der Prozessorhersteller mit 1,18 Mrd. Dollar einmal mehr einen sigifikanten Verlust ein.

Die Ausgaben in Forschung & Entwicklung mussten folgerichtig um weitere 100 Mio. Dollar auf 1,35 Mrd. Dollar reduziert werden – im Vergleich: Intel hat 2012 trotz eines minimalen Umsatz- und Gewinnrückgangs diese Invesitionen in zukünftige Produkte von 8,5 Mrd. Dollar in 2011 im Jahr 2012 auf über 10 Mrd. Dollar erhöht.

Zurückgegangen sind bei AMD auch die sogenannten “Cash & Cash Equivalents”, also liquide Mittel, zu denen neben Bankguthaben, Schecks und Kassenbeständen auch hochgradig liquide Anlagen, die innerhalb kurzer Zeit in Geld transformiert werden können, zählen – z.B. Schatzwechsel, Handelspapiere oder Geldmarktmittel.

Diese belaufen sich nur noch auf 1 Mrd. Dollar, das sind rund 750 Mio. Dollar weniger als noch Ende 2011.

Der Umsatz- und Gewinnrückgang basiert primär auf dem eingebrochehen PC-Geschäft im 4. Quartal 2012: Hier wurden 37 % weniger Erlöse erzielt als 2011, der Grafikbereich erlöste “nur” 15 % weniger als in Q4 2011. In Summe ging das Geschäft im 4. Quartal 2012 damit gegenüber Q4 2011 um 32 % zurück.