Jahresbilanz 2013 AMD erleidet Umsatzrückgang, aber geringere Verluste

Mit dem neuen AMD Embedded-G-Series System-on-Chip zielt AMD auf wachstumsstarke Embedded-Märkte
Im Geschäftsjahr 2013 konnte AMD seine Verluste drastisch reduzieren - einem strikten Kostensenkungsprogramm sei Dank.

Der Prozessorhersteller AMD musste auch 2013 einen weiteren Umsatzrückgang hinnehmen. Durch das 2012 eingeleitete Kostensparprogramm konnte der Millardenverlust 2012 jedoch auf nur noch 83 Mio. Dollar reduziert werden. Zwei Design-Wins bei Spielekonsolen verhinderten zudem Schlimmeres.

Mit 5,3 Mrd. Dollar sank AMDs Umsatz im Geschäftsjahr 2013 gegenüber 2012 um 123 Mio. Dollar, der Verlust betrug allerdings nach 1,2 Mrd. Dollar in 2012 nur noch 83 Mio. Dollar. Hier macht sich das von CEO Rory Read initiierte Kostensenkungsprogramm, mit dem bekanntlich ein signifikanter Arbeitsplatzabbau einherging, bemerkbar: Die mit den Umsätzen verbundenen Kosten ("Cost of Sales") sanken um 850 Mio. Dollar, dazu kamen Einsparungen bei Forschung&Entwicklung (-150 Mio. Dollar) und in den Marketing- und Administrationskosten (-150 Mio. Dollar).

Katastrophal entwickelte sich das Geschäft für AMD in seinem PC- und Servergeschäft: Der Umsatz brach um 22,5 % auf nur noch 3,1 Mrd. Dollar ein. Dagegen wuchs der Umsatz im Bereich Grafik von 1,4 auf 2,2 Mrd. Dollar, was vor allen Dingen zwei für AMD wichtigen Design-Wins bei Spielekonsolen zu verdanken ist: Sowohl Microsofts XBOX als auch Sonys Playstation werden neuerdings von AMD-APUs angetrieben, in nur 2 Monaten wurden von beiden Geräten zusammen mehr als 7 Mio. Einheiten verkauft - also auch mehr als 7 Mio. AMD-Prozessoren.

Ein Problem für AMD dürfte die nachwievor angespannte Schuldensituation sein: Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen auf 1,6 Mrd. Dollar, dazu kommen langfristige Verbindlichkeiten von 2 Mrd. Dollar.