FPGA-Hersteller legt Quartalszahlen vor Altera: Weniger Gewinn trotz Umsatzwachstums

Der FPGA-Hersteller Altera konnte im 3. Quartal 2014 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal steigern, der Gewinn hielt damit allerdings nicht Schritt. Neben Asien erwies sich vor allen Dingen auch Europa als Wachstumslokomotive.

Mit 449,6 Mio. Dollar Umsatz übertraf Altera das Ergebnis von Q3 2013 deutlich, in diesem wurden 445,9 Mio. Dollar umgesetzt. Der Gewinn ging allerdings von 119,4 auf 118 Mio. Dollar zurück, was eine Umsatzrendite von 23,6 % bedeutet. Dieser im Vergleich zu Mikrocontroller-Herstellern hoch erscheinende Wert relativiert sich, wenn man bedenkt, dass FPGA-Marktführer Xilinx im identischen Zeitraum eine Umsatzrendite von mehr als 28 % erzielt hat.

Das höchste Umsatzwachstum erzielte Altera erwartungsgemäß in Asien (+20 %), gefolgt von EMEA (+15 %), wo Altera mittlerweile fast 30 % seines Gesamtumsatzes erzielt.

Die sogenannten neuen Produktlinien, die vor einem Jahr erst 44 % des Umsatzes erzielten, kamen in Q3 2014 auf 56 %, sie wuchsen um 45 %, während die Mainstream- und Mature-Produkte einen um 13 bzw. 14 % rückläufigen Umsatz verbuchten.

Die Bilanz zeigt auch klar, in welchem Markt Altera erfolgreich ist: Telekommunikation und Wireless. Mit 23 % Zuwachs gegenüber Q3 2013 kommt man hier jetzt auch 45 % des Gesamtumsatzes, der Industrie&Automotive-Markt wuchs lediglich um 3 %, was fast schon als Stagnation bezeichnet werden kann.

Hohe Investitionen tätigt Altera nach wie vor im Bereich Forschung&Entwicklung: 22,9 % des Umsatzes flossen dort hinein, vor einem Jahr waren es 21, 8 %. Damit liegt man fast genau auf dem Wert von Xilinx, das 23 % in F&E investierte.

An Geld mangelt es Altera jedenfalls nicht: Den Verbindlichkeiten in Höhe von 2,4 Mrd. Dollar (davon 1,5 Mrd. Dollar langfristige Schulden) stehen alleine Barvermögen von 2,68 Mrd. Dollar gegenüber, das Eigenkapital beträgt 3,3 Mrd. Dollar.

Für das 4. Quartal rechnet Altera mit einem Umsatzrückgang zwischen  2 und 6 % - der Jahresumsatz 2014 dürfte daher nochmal knapp unter 2 Mrd. Dollar bleiben.