Elektronik-Mikrocontroller Studie 2013/2014 51 % nutzen Standardarchitektur, weitere 22 % wollen wechseln

Auf der Auswertung von fast 1.500 Fragebögen basiert die von der Fachzeitschrift Elektronik erstellte Mikrocontroller-Studie 2013/2014. Eine Erkenntnis war, dass bereits 51 % der Nutzer MCUs mit einer Standardarchitektur nutzen und weitere 22 % vorhaben, zu wechseln – ARM dürfte an den Ergebnissen seine Freude haben.

Gefragt, warum sie den auf eine Standardarchitektur wechseln wollen, gaben 59 % an, dass sie herstellerunabhängiger werden wollen, 51 % glauben, dass die Migration von einer MCU auf eine andere vereinfacht wird. An ARMs Ecosystem partizipieren wollen 39 % und 23 % brauchen eine Auf- und Abwärtskompatibilität der Cores.

Die 26 % der Befragten, die nicht auf eine Standardarchitektur wechseln wollen, gaben an, dass primär der Wechsel des Entwicklungssystems problematisch ist – ebenso die Portierung von C-Code. Auch ein zu hoher Preis wurde genannt. Zu der Frage, ob sie von 8/16-bit-MCUs auf 32-bit-Controller wechseln wollen, antworteten immerhin 38 % mit “Ja”. Nicht ausreichende Rechenleistung (68 %) und zu kleiner Speicher (46 %) sind die Hauptgründe gegen 8- und 16-bit-Controller.

Gefragt wurde auch, welche Chancen man der neuen Low-Power-Architektur “Quark” von Intel einräume. Abgesehen von Industrie-PCs und Computermodulen sehen die MCU-Nutzer Quark eher kritisch – kaum Chancen werden Intel insbesondere in der Sensorik, der Antriebstechnik und bei Chip-Karten eingeräumt.

Und was ist mit dem Thema Benchmarks? Für 75 % der Nutzer spielen diese keine Rolle. Die Minderheit, welche Benchmarks einsetzt, nutzt CoreMark und Dhrystone. Andere Benchmarks wie EnergyBench, AutoBench oder MultiBench spielen dagegen keine Rolle.

Die wichtigsten Auswahlkriterien für oder gegen einen Mikrocontroller ist die Peripherie, gefolgt von den Entwicklungssystemen, Debugging-Tools und gutem Hersteller-Support. Kaum relevant sind hingegen (noch) Sicherheits-Features wie LockStep oder DSP-Unterstützung. Als wichtigste technische Differenzierungsmerkmale werden eine flexible I/O-Pin-Belegung und schneller On-Chip-Speicher möglichst ohne Wait-States angesehen. Code-Generatoren, Krypto-Prozessoren in Hardware und ein HF-Funkmodul auf dem Chip sind dagegen nur für eine Minderheit relevant. Die gesamte Mikrocontroller-Studie 2013 kann über Elektroniknet bezogen werden. Weitere Informationen bezüglich der abgefragten Daten und ein Online-Bestellformular finden Sie hier.