Robustes Computermodul Zwitter zwischen Qseven und COM Express

RTX ist ein Format für besonders robuste Computermodule
RTX ist ein Format für besonders robuste Computermodule.

RTX 2.0 ist ein hauseigener Standard von Advantech, der sich durch besonders robuste Steckverbinder auszeichnet. In diesem Format stellen die Taiwaner ein Modul mit i.MX6-Prozessor, Kamera- und CAN-Interface vor.

Das ROM-3420 ist ein Computermodul mit dem ARM-Cortex-A9-Prozessor i.MX6 von Freescale in der Dual-Core-Version und 1 GHz Taktfrequenz. Beim Design hat Advantech besonders auf flexible Schnittstellen Wert gelegt: Neben USB 2.0 (OTG), Ethernet, SATA und PCI Express ist ein MIPI-Kamera-Interface an Board sowie zwei CAN-Bus-Anschlüsse und ein Systembus mit 16 bit für Daten und 26 bit für Adressen.

Das interessanteste am ROM-3420 ist jedoch seine Bauform: Advantech geht hier eigene Wege und produziert nach seiner hauseigenen Modulspefizikation RTX 2.0 (RISC Technology eXtended). Dieses Format ist mit 68 x 68 mm² ungefähr so groß wie Qseven, hat aber Board-zu-Board-Steckverbinder wie COM Express. Die von RTX 2.0 transportieren pro Kontakt bis zu 10 A bei einer Bandbreite von bis zu 3,0 Gbit/s. Der Temperaturbereich der Steckverbinder ist mit -55 bis +85 °C spezifiziert. Da nicht alle Komponenten auf dem Board diesen weiten Bereich verkraften, ist das Gesamtmodul für Betriebstemperaturen von -40 bis 85 °C geeignet. Zusammen mit dem robusten Steckverbinder eignet sich das Modul damit für robuste Anwendungen, etwa beim Militär, in Logistik, Transportwesen und anderen Bereichen.

Um die Software auf dem Modul zu schützen, bietet Advantech für das Modul ein Security-API an, mit dem der Kunde sein Software-Image vor unbefugtem Kopieren schützen kann. Darüber hinaus können die Anwender die API- und Middleware-Entwicklung individuell an ihre Anwendung anpassen und für andere RISC-Produkte von Advantech übernehmen. Das heißt, dass sie die API nicht aktualisieren müssen, wenn sie in Zukunft ein Upgrade ihrer Hardwareplattform vornehmen.