x86-Computer für die Hosentasche Zwischen Single Board und Computermodul

Kickstarter-Kampagne für das Up-Core von Aaeon
Kickstarter-Kampagne für das Up-Core von Aaeon

Aaeon bringt den »Up-Core«, ein Computermodul mit Intel-Atom-Prozessor, mit einer Kickstarter-Kampagne auf den Markt. Wer ein brauchbares System haben will, muss aber mehr investieren als den Einstiegspreis von 69 Euro.

Unter der Bezeichnung »up-board« stellte Aaeon bereits ein Board mit Intel-Atom-Prozessor im Raspberry-Pi-Format vor. Nun hat das Unternehmen mit einem etwas größeren, quadratischen Board bei Kickstarter eine Kampagne begonnen. Das Up-Core soll die Lücke zwischen Computermodulen und Single-Board-Computern füllen. Mit 56 x 66 mm² hat es etwa die halbe Größe eines Smartphones und kann mit aufsteckbaren Erweiterungsboards kombiniert werden. Als Prozessor ist ein Intel Atom x5-Z8350 bestückt, der vier Kerne bei einer Taktfrequenz von 1,44 bis 1,92 GHz enthält. Statt über den »up Shop« von Aaeon ist das neue Board auf Kickstarter vorbestellbar. Der Lieferzeitpunkt wird mit August 2017 angegeben und der Preis beträgt »ab 69 Euro«. Dafür erhält man die einfachste Konfiguration mit 1 GB RAM, 16 GB eMMC-Flash sowie integriertem Wi-Fi und Bluetooth.

Interessant an diesem Vermarktungskonzept ist die künstliche Verknappung, die Aaeon betreibt: Vom 69-Euro-Angebot gibt es nur 50 Expemplare. Wer da nicht mehr zum Zuge kommt, kann dasselbe Produkt für 75 Euro bestellen – da gibt es dann ein Kontingent von 100 Stück.

Das up-Board kann alleinstehend mit einem HDMI-Monitor, Tastatur, Maus und Netzteil betrieben werden. Es läuft mit Windows 10, Android sowie verschiedenen Linux-Distributionen.

Bilder: 5

Up-Core, Zwitter zwischen Single-Board-Computer und Computermodul

Mit einer Kickstarter-Kampagne schiebt Aaeon die Entwicklung für seine neues Board Up-Core an.

Das aufsteckbare Erweiterungsboard A bringt PCI-Express, Gigabit-Ethernet, und USB-3.0-Anschlüsse mit, während das Erweiterungsboard B Steckverbinder für die Low-speed-Signale RS-232/422/484, I²C, I²S, and GPIO zugänglich macht. Im Grunde genommen erweitern die Erweiterungsboards also nicht den Funktionsumfang sondern die externen Schnittstellen – und übernehmen damit die Funktion eines Carrierboards. Wer das Komplettpaket mit beiden Erweiterungsboards, externer Antenne für Wi-Fi und Bluetooth sowie Chassis und Netzteil ordern möchte, muss 225 Euro überweisen. Dieses Paket soll im Oktober 2017 lieferbar sein.

Etwas unklar ist das Chassis-Konzept von Aaeon. Auf der Projekt-Website ist ein Gehäuse abgebildet, in das nur das Core-Modul hineinpasst. Zusammen mit Tastatur, Maus und HDMI-Monitor bildet dieses System einen »hosentaschen-kompatiblen« Computer. Als 3D-Rendering sind allerdings auch Gehäuseerweiterungen abgebildet, die die Höhe des Chassis erweitern, so dass auch die Erweiterungsboards hineinpassen würde. Ob und wann diese Gehäuse realisiert werden, geht aus den Informationen aber noch nicht hervor.