Studie »Vorsicht, Hacker!« Was erwarten Verbraucher bei einem Hackerangriff?

Egal ob »Wannacry« oder »Petya«: Schad- und Ransomsoftware schleicht sich nicht nur auf unsere Computer-Systeme, sondern auch in die mediale Berichterstattung. Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht von Hacker-Angriffen berichtet wird. Doch was erwarten die Kunden im Ernstfall von den Unternehmen?

Schadprogramme wie Wannacry und Petya hinterlassen große Schäden bei den betroffenen Unternehmen und den Verbrauchern. Vor allem aber verunsichern Hacker-Attacken die Bürger: Wie schützt sich die Firma, bei der ich Kunde bin, gegen Attacken? Sind meine Daten sicher? Wie kann ich meine Adresse, mein Passwort, meine Bankdaten schützen? Doch mit ihren Ängsten und Sorgen fühlen sich die Deutschen häufig alleingelassen, wie die aktuelle Studie »Vorsicht, Hacker!« des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov zeigt.

Laut der Studie reagieren die Unternehmen mehr schlecht als recht auf die Unsicherheiten ihrer Verbraucher und Kunden. Nur jeder Fünfte fühlt sich über die Folgen von Cyber-Attacken auf Unternehmen und deren Auswirkungen auf Kunden grundsätzlich gut informiert. Durch die zahlreichen Angriffe und die unklaren Informationen entsteht bei den Nutzern noch dazu der Eindruck, dass es zwar ständig neue Attacken, aber keine sinnvollen Gegenmaßnahmen gibt.

»Genau an dieser Stelle können geschickt kommunizierende Unternehmen ansetzen, Kompetenz demonstrieren und Vertrauen schaffen«, sagt Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei YouGov. Mit direkter Kommunikation sorgen sie dafür, dass Kunden weiter Kunden bleiben und nicht zur Konkurrenz wechseln. Und das Risiko sollte nicht unterschätzt werden. Ist ein Unternehmen vermehrt Opfer von Cyber-Angriffen, sinkt bei jedem Zweiten das Vertrauen in den entsprechenden Anbieter. Unter diesen Bedingungen kann es sich fast jeder Dritte (30 Prozent) vorstellen, ein Produkt oder eine Marke zu wechseln.