Sicherheit Stuxnet: Iranische Atomanlage befallen

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hat sich der Stuxnet-Wurm auch in einer iranischen Atomanlage eingenistet. Das untermauert den Verdacht, ein westliche Geheimdienst stecke hinter der Attacke.

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung ist u.a. das Atomkraftwerk Buschehr im Süden Irans vom Stuxnet-Wurm befallen. Schon vergangene Woche hatten Experten von Kaspersky den Verdacht geäußert, dass der Stuxnet-Wurm mit staatlicher Unterstützung erstellt wurde, weil seine Programmierung so tiefe Systemkenntnisse erfordert, dass unabhängige Hacker dies nicht leisten könnten.

Im Bericht der Süddeutschen heißt es, dass Iran schon seit einiger Zeit technische Probleme mit den Zentrifugen hat, die für die Urananreicherung benötigt werden. Dies könne auf den Angriff durch Stuxnet zurückzuführen sein, der schon seit 2009 aktiv ist. Damit hätten die vermuteten Angreifer ihr Ziel, das iranische Atomprogramm empfindlich zu stören, offenbar erreicht. Verbreitet hat sich Stuxnet höchstwahrscheinlich durch infizierte USB-Sticks. Damit sich der Wurm einnistet, genügt das Anstecken eines befallenen USB-Sticks an den Rechner.

All dies unterstützt die These, dass ein westlicher Geheimdienst hinter der Attacke stecken könnte. Beweise dafür gibt es freilich nicht.

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