Entwicklungskit STM32 einfach ausprobieren – für lau

Das Entwicklungsboard STM32 Nucleo hat für Erweiterungen einen Arduino und einen Morpho-Steckverbinder.
Das Entwicklungsboard STM32 Nucleo hat für Erweiterungen einen Arduino und einen Morpho-Steckverbinder.

Mit dem »STM32 Nucleo« lassen sich verschiedene STM32-Mikrocontroller ausprobieren. Der Debugger und ein Connector für Arduino Shields sind auch dabei. Und das ganze sogar kostenlos, wenn man rechtzeitig vorbestellt...

Nachdem eine Microcontroller-Architektur in die engere Auswahl genommen wurde, beginnt üblicherweise ein iterativer Design-Prozess währenddessen der Controller mit den Eigenschaften ausgewählt wird, der am besten den Anforderungen der Anwendung entspricht.

Für diesen Prozess bringt STMicroelectronis das Entwicklungskit STM32 Nucleo auf den Markt, das zur Markteinführung mit vier verschiedenen Bausteinen aus der STM32-Familie lieferbar ist. Es ist eine offene Entwicklungsumgebung, die alles bietet was zum Aufbau eines Prototypen vonnöten ist. Das Entwicklungsboard ist mit einem von fünf wählbaren STM32-Controllern im 64-Pin-Gehäuse bestückt. Außerdem sind enthalten:

  • ein STLink-Debugger mit Mini-USB-Stecker,
  • auf dem Board: 3,3-V- und 5-V-Spannungsregler, LED und Taster,
  • Arduino- und Morpho-Steckverbinder,
  • eine umfangreichen HAL-Bibliothek mit zahlreichen Beispielen.
  • Das Board arbeitet mit IAR, Keil und gcc-basierten IDEs
  • Es wird von mbed, einer kostelosen Online-Entwicklungsumgebung für ARM-Controller, untertützt.

Offene Hardware für Communities

Neben allem was STM32 Nucleo bietet, handelt es sich um ein offenes System. Die Board-Spezifikation und die Software-Bibliotheken unterliegen Lizenzen mit nur geringen Einschränkungen oder gar echten Open-Source-Lizenzen. Das Board eignet sich ideal für den Einsatz in Design-Communities, weil es trotz der möglichen Bestückung mit unterschiedlichen STM32-Controllern auf einer gemeinsamen Hardware aufbaut. Um Zusatzhardware anzuschließen, hat jedes Nucleo-Board zwei Anschlüsse:

  • Ein Arduino-Steckverbinder gemäss der UNO-r3-Spezifikation erlaubt den Einsatz von Arduino-Shields, die über das IOREF-Signal ihre Spannung an die 3,3 V des STM32 anpassen können. Dies ermöglicht den die Verwendung existierender Arduino-Shields und den Aufbau spezieller Arduino-Erweiterungen für STM32.
  • Ein neuer Steckverbinder namens Morpho macht alle Ein-Ausgänge des STM32 zugänglich. Die Pinpositionen sind auf allen Nucleo Boards identisch, sodass der Anwender von der weitreichenden Pinkompatibilität der STM32 profitieren kann.

Der Debugger STLINK wird an eine Pfostenleiste angeschlossen, auf der das SWD-Interface (Serial Wire Debug) anliegt. Das Interface unterstützt einen Virtual-Com-Port und Drag-and-Drop-Programmierung dank des Massenspeichermodus.