Entwicklungstools Software-Infrastruktur für ARM-Cortex-M23 und -M33

Den JTAG-Adapter I-jet mit Trace-Aufzeichnung für ARM Cortex-M gibt es jetzt auch mit einem auf 256 MB vergrößerten Trace-Speicher

Für die von ARM vorgestellten Mikrocontroller-Kerne Cortex-M23 und -M33 haben sich Express Logic, IAR und Renesas zusammengetan, um eine vollständige Software-Umgebung bereitzustellen.

Die Cortex-M-Familie – das sind derzeit die Brot- und Butter-Produkte von ARM, die als M0, M3 und M4 in vielen displaylosen Geräten zum Einsatz kommen oder Assistenzdienste in unsymmetrischen Multicore-Systemen an der Seite von Cortex-A-Kernen leisten. Mit den jüngst vorgestellten Kernen Cortex-M23 und -M33 mit ARMv8-M-Architektur integriert ARM die TrustZone-Technik in die M-Architektur, was dazu dient, Geräte und Kommunikationsverbindungen im Zeitalter des IoT besser gegen Angriffe und Manipulation absichern zu können. Mit der TrustZone-Technik lassen sich geschützte Speicherbereiche definieren, für die besondere Zugriffsrechte gelten. Außerdem sorgt TrustZone für eine sichere Trennung der vertraulichen und der öffentlichen Speicherbereiche und dafür, dass keine Speicherüberläufe vom einen in den anderen Bereich auftreten können. Der M33 ist der leistungsfähigere Core der beiden, der noch einige DSP-Funktionen enthält.

Damit die Entwickler diese Funktionen nutzen können, müssen die passenden Entwicklungswerkzeuge bereitstehen, die die Sicherheitsfunktionen der Hardware unterstützen. Express Logic hat nun angekündigt, sein Echtzeit-Betriebssystem ThreadX an die ARMv8-M-Architektur anzupassen. IAR wird dasselbe für seine Embedded Workbench tun. Damit wollen beide die TrustZone-Technik für Cortex-M in Schwung bringen. Renesas wiederum wird diese beiden Software-Bestandteile als Grundlage für die nächste Version seiner Synergy-Plattform nutzen und dort integrieren. Offenbar gibt es bereits einen Technologie-Demonstrator für die neue Plattform, mit je einem M23- und M33-Controller im Prototypenstadium und dem auf die neue Architektur portierten ThreadX und der IAR-Entwicklungsumgebung Workbench. ThreadX ist dabei mit einem dualen TCP/IPv4/IPv6-Netzwerk-Stack ausgestattet, der abgesicherte Kommunikation unterstützt. Auf dieser Plattform werden gesicherte und nicht abgesicherte Bereiche parallel betrieben. Damit, so sagt Renesas, werde ein wesentlicher Schwachpunkt des IoT – die heute noch mangelnde Sicherheit – adressiert, sodass Entwickler dieses Problem einfach und in kurzer Zeit lösen können.

Mehr Trace-Speicher

IAR hat außerdem von seiner Trace Probe I-jet eine „XL“-Version für Cortex-M mit vergrößertem Speicher auf den Markt gebracht. Mit der neuen Probe und der vollständigen C/C++-Compiler- und Debugger-Toolchain IAR Embedded Workbench können längere Ausführungszeiten als bisher analysiert und tiefere Einblicke für das Debugging von Cortex-M-Anwendungen gewonnen werden. Der Speicher wurde auf 256 MB erweitert und sorgt für die nichtintrusive Aufzeichnung von Interrupts, präzises Function Profiling und Coverage-Analysen, um einen genauen Einblick in den Echtzeit-Betrieb eines Systems zu erlangen.