Reorganisation Siemens verschlankt die Führungsstruktur

Siemens-Chef Joe Käser schafft die von seinem Vorgänger Peter Löscher eingeführten »Cluster« wieder ab. Dafür werden die regionalen Organisationen gestärkt.

Die Gliederung des Konzerns in die Einheiten Energy, Healthcare, Industry sowie Infrastructure & Cities bleibt aber erhalten. Die Vorstände, die für diese Bereiche zuständig sind, erhalten zusätzlich die Verantwortung für jeweils eine Region: Energy-CEO Michael Süß verantwortet künftig NAFTA und den Mittleren Osten, Healthcare-CEO Hermann Requardt Südamerika und Japan, Industry-CEO Siegfried Russwurm Europa, Afrika sowie GUS und der CEO von Infrastructure & Cities, Roland Busch, die Region Asien (ohne Japan), Australien.

»Mit der Abschaffung der Cluster machen wir Siemens einfacher und marktnäher. Wir stärken deutlich unsere Regionen, deren Leiter die wichtigsten Ansprechpartner unserer Kunden sind«, sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG.

Durch die Neuaufteilung entfällt eine organisatorische Ebene im Konzern und die Länder werden stärker mit dem Geschäft der Sektoren verzahnt. Die für Siemens nach Geschäftsvolumen und Wachstumsperspektiven wichtigsten Länder berichten künftig direkt an die vier Vorstandsmitglieder, die für die Sektoren Energy, Healthcare, Industry sowie Infrastructure & Cities verantwortlich sind. Diese so genannten Lead Countries stehen für mehr als 85 Prozent des Umsatzes, kleinere Länder werden ihnen direkt zugeordnet.

Auch bei anderen Abteilungen gibt es Umstrukturierungen: So soll die für Portfoliomaßnahmen zuständige Corporate-Finance-Abteilung Mergers & Acquisitions der zentralen Konzernentwicklung zugeordnet werden, die an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Gleiches gilt für die neue Zentralstelle Governance & Markets, in der die Konzern-Governance und die Kapitalmarktfunktionen gebündelt werden. Die hausinterne Unternehmensberatung Siemens Management Consulting wird in die Strategieabteilung eingegliedert. Die bislang zentral geführte Vertriebsabteilung Siemens One mit ihren City Account Managern wird dem Sektor Infrastructure & Cities zugeordnet. Weiter werden die „Business Excellence“-Funktionen wie unter anderem das Projekt- und Qualitätsmanagement beim Chief Technology Officer (CTO) zusammengefasst.

Energy-CEO Michael Süß verantwortet künftig NAFTA und den Mittleren Osten, Healthcare-CEO Hermann Requardt Südamerika und Japan, Industry-CEO Siegfried Russwurm Europa, Afrika sowie GUS und der CEO von Infrastructure & Cities, Roland Busch, die Region Asien (ohne Japan), Australien.