Embedded Computer Portwell hat sich dauerhaft niedergelassen

Qseven-Modul PQ7-M108 von Portwell.
Qseven-Modul PQ7-M108 von Portwell.

Nur ein Nebensatz des Managing Director von Portwell in Europa reichte aus um klar zu machen: Portwell hat sich bei Frankfurt nicht angesiedelt, um den Markt auszutesten, sondern um dauerhaft zu bleiben.

Portwell ist ein aus Taiwan stammender Hersteller von Industriecomputer- und Netzwerk-Equipment, der schon im Jahr 1993 gegründet wurde. Inzwsichen hat das Unternehmen über 1000 Mitarbeiter und macht weltweit über 34 Millionen US-Dollar Umsatz. Zwar macht Portwell schon seit sieben Jahren auch in Deutschland Geschäfte, hat jedoch sein Investment hierzulande in diesem Jahr stark erhöht. Das bezieht sich einerseits auf die Mitarbeiter, wo Portwell mit Wolfgang Eisenbarth und Peter Ahne u.a. zwei erfahrene Profis aus den Reihen von MSC und Kontron verpflichten konnte und darauf, dass das Unternehmen seine Europazentrale aus den Niederlanden nach Dreieich bei Frankfurt verlagert hat. Ganz nebenbei bemerkte Europa-Manager Taylor Chow, dass Portwell das Gebäude mit 1700 m² Nutzfläche in Dreieich gekauft hat. Das deutet darauf hin, dass Portwell für den Standort eine langfristige Perspektive hat.

Was allerdings in den Niederlanden bleibt, ist ein rund 2000 m² umfassendes Logistikzentrum in der Nähe von Amsterdam, das dafür sorgen soll, dass Kunden in Europa zügig beliefert werden.

Auf den Messen electronica und SPS IPC Drives hat Portwell Computermodule und Boards mit dem neuen Intel-Atom-SoC E3900 in fünf verschiedenen Bauformen vorgestellt (Qseven, SMARC 2.0, COM Express, Nano-ITX, 3,5") und damit seinen Anspruch untermauert, technologisch an forderster Front mit dabei zu sein. Das Gleiche kommt durch Portwells Mitgliedschaft in der IoT Solution Alliance von Intel zum Ausdruck. 

In Taiwan hat Portwell in diesem Jahr eine Cloud Business Unit gegründet. Sie arbeitet einerseits an Hardware-Lösungen für die Cloud wie z.B. Gateways oder kompakten Server-Modulen für Rechenzentren und Fog-Computing, andererseits verstärkt Portwell seine Investitionen in Software, um die eigenen Boards und Module über die Cloud verwaltbar zu machen. Ziel ist es, die Board-Ressourcen mit einfachen Mitteln aus der Ferne zu überwachen. Dazu soll es ein Portwell Engineering Toolkit geben, das Temperaturen, Spannungsverläufe, Lüfterdrehzahlen etc. in die Cloud bringt. Durch das Sammeln und auswerten von Daten, so beabsichtigt es Portwell, könnte damit auch eine predictive Maintenance von Embedded-Computern mögich werden.