Baustein von Cypress Peripheriegeräte für USB 3.0 fit machen

Der EZ-USB FX3 ist ein programmierbarer USB-3-Controller für Peripheriegeräte.
Der EZ-USB FX3 ist ein programmierbarer USB-3-Controller für Peripheriegeräte.

Anfang nächsten Jahres sollen die ersten Chipsätze mit integriertem USB-3.0-Host-Controller von AMD und Intel auf den Markt kommen. Höchste Zeit also, auch bei den Peripheriegeräten »in die Puschen« zu kommen.

Anfang 2011 waren laut Angabe von Cypress ca. 250 USB-3.0-Produkte auf dem Markt. Das meiste davon sind PCs und Notebooks mit diskreten Host-Controllern, PCI-Express-Karten mit USB 3.0 zum Nachrüsten bestehender PCs und einige externe Festplatten. Sie zählen zu den wenigen Geräten, die schon jetzt aufgrund ihrer hohen Datentransferrate von USB 3.0 profitieren können. Der jetzt von Cypress angekündigte USB-Controller FX3 ist für Peripheriegeräte jenseits von Massenspeichern gedacht und dürfte für viele Gerätehersteller die Tür in die USB-3.0-Welt öffnen. Diese Tür dürfte sich Anfang kommenden Jahres weit öffnen, denn dann haben AMD und Intel die ersten Chipsätze mit integriertem USB 3.0 angekündigt.

Im Zentrum der Vermarktung von USB 3.0 wird sicherlich die hohe Geschwindigkeit von 5 Gbit/s stehen, die die neue Bus-Generation überträgt. Doch hohe Geschindigkeit ist nur eine Facette von USB 3.0 und vielleicht noch nicht einmal die wichtigste. Dadurch, dass Datenübertragungen zehnmal schneller als bei USB 2.0 ablaufen, können ca. 80 Prozent Strom eingespart werden – obwohl der momentane Stromverbrauch während der Übertragung höher ist. Dafür hat USB 3.0 zusätzliche Power States, um mit dem Ende einer Datenübertragung sofort wieder in einen Sleep-Zustand zu fallen.

Ein weiterer Pluspunkt von USB 3.0 ist, dass Peripheriegeräte mit 900 mA Strom pro Anschluss versorgt werden können. Die bisherige Begrenzung auf 500 mA führte zu so kuriosen Lösungen wie zwei USB-Anschlüsse an einem Gerät, damit der Betrieb ohne Netzgerät und die Stromversorgung über USB möglich waren. 900 mA bedeutet aber auch schnelleres Laden von Akkus oder die Möglichkeit, auch stromhungrige Mobilfunk-Module versorgen zu können, was für das kommende LTE wichtig werden wird.