20 Jahre Heinz Nixdorf MuseumsForum Neue Ausstellungsbereiche Digitalisierung und Vernetzung

Was haben winkende Katzen mit Programmierung zu tun?
Was haben winkende Katzen mit Programmierung zu tun?

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums eröffnete das Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) vier neue Bereiche. Die Besucher können spielerisch mehr über die Welt der Digitalisierung und Vernetzung lernen und erfahren, was Winkekatzen mit Programmierung zu tun haben.

Vor 20 Jahren waren Handys noch teure und klobige Statussymbole. Das Internet war für viele noch weitgehend unbekannt und als Datenspeicher wurden Floppy-Disks verwendet. Seitdem hat sich die Technik jedoch rasant weiterentwickelt, wie auch das Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) selbst. 1996 wurde das Computermuseum von Altbundeskanzler Helmut Kohl eröffnet und hatte seitdem 2,3 Millionen Besucher, 17.000 Veranstaltungen, eine Ausstellungsfläche von 6.000 m² und über 30 Sonderausstellungen. Anlässlich des Jubiläums wurden vier neue Ausstellungsbereiche eröffnet. »Mit unseren Neuerungen wollen wir den Besuchern einen Anstoß geben, aus dem reinen Medienkonsum auszubrechen und selbst zum Mitgestalter des digitalen Wandels zu werden«, beschreibt HNF-Geschäftsführer Dr. Jochen Viehoff die Zielrichtung. »Zukünftig wird das Programmieren zur neuen Kulturtechnik, die das klassische Schreiben und Rechnen ergänzt.« Dementsprechend gibt es in den neuen Bereichen Gelegenheiten zum Selbermachen, Ausprobieren und Programmieren… und 49 Winkekatzen.

CodeLab

Das Ballett der 49 Winkekatzen demonstriert im CodeLab Besuchern spielerisch die Logik des Programmierens. Durch Ausprobieren wird gezeigt, wie ein Programm funktioniert und was Variablen und Schleifen sind. So lassen sich die japanischen Glücks-Katzen mit dem Grundprinzipien des Programmierens in Bewegung setzten. Bei »Turtle Maze« geht es dagegen darum, eine Schildkröte ins Ziel zu steuern. Das Spiel ist als Teamaufgabe angelegt, die mit unterschiedlichen Befehlen unterhaltsam gelöst wird. Zudem stehen vier weitere Terminals mit spielerischen Einstiegen in die Kunst des Programmierens bereit.

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Die neuen Bereiche des HNF

Anlässlich des Jubiläums hat das HNF vier neue Austellungsbereiche rund um die Themen Digitalisierung und Vernetzung eröffnet.

Smart World

Der Bereich »Smart World« zeigt, wie bereits heute unser Alltag durch das Internet und Sensoren beeinflusst wird. Ebenso informativ wie spielerisch geht es um die vernetzte Mobilität, die Arbeitswelt von morgen, die Vermischung von realer und digitaler Realität und das vermessene Ich. Die Museumsbesucher können ihre eigenen Vitalparameter messen und an einem »gläsernen Menschen« sehen, welche Daten moderne Trackinggeräte erfassen. Der Blick ins Innere eines Smartphones zeigt die ansonsten verborgenen Sensoren, deren Funktion die Besucher testen können. Auf einem weiteren großen interaktiven Monitor steuern sie eine Fabrik der Zukunft und erleben die Abläufe vernetzter Produktion. An weiteren Medientischen lassen sich Verkehr und Mobilität mithilfe digitaler Technik beeinflussen. Und wer sich nicht scheut, lässt in einer Videoaufnahme der eigenen Person eine große Spinne über die Hand laufen.