Industrie-Einsatz: Mobilität treibt Tablets auch in die Fabriken

Industrieller Tablet-PC-Demonstrator mit Qseven-Modul von congatec
Industrieller Tablet-PC-Demonstrator mit Qseven-Modul von congatec.

Im Endkundengeschäft verdrängen Tablets die klassischen Notebooks. Auch in der Industrie gibt es gute Gründe, sie als Bedienterminal einzusetzen.

Die Analysten von Gartner schätzen, dass bis 2016 40 Prozent aller Mitarbeiter mobil arbeiten, also mit Notebooks, Tablets und Smartphones ihre Arbeit erledigen. Außerdem treten an die Stelle von Notebooks und Ultrabooks zunehmend Tablet-Computer. Deshalb besteht ein großes Interesse, diese Geräte auch in der Industrie einzusetzen – so wie heute Notebooks für Wartungszwecke eingesetzt werden. Der Einsatz von Tablet-Computern könnte aber weiter gehen, denn dank Web-Technik und drahtloser Vernetzung können Sie auch die Funktion eines Bedienterminals übernehmen. »Anstatt zehn Terminals für 1500 Euro zu installieren reichen dann auch zwei und Funk-Anschlussmöglichkeiten für Tablets,« sagt Andreas Beu von UID User Interface Design GmbH. UID entwickelt Konzepte für die Bedienung von Maschinen durch Webtechnik und Tablets und hast ersten Kunden bereits bei der Migration auf Tablets im Produktionsprozess unterstützt. Dass Tablets keine industriellen Geräte mit entsprechender Robustheit sind, sieht Andreas Beu nicht als hinderlich an. »In vielen Bereichen wird diese Robustheit nicht gebraucht, und außerdem gibt es ja auch Industrie-Tablets.« Wichtig sei, dass die Bedienoberfläche mit Standard-Webtechniken arbeite, sagt Beu. Denn nur dann sind Hard- und Software Unabhängig voneinander, damit die Tablets beliebig erneuert werden können, was aufgrund der kurzen Produktions- und Lebenszyklen auch nötig ist.