Schlechte Bilanzzahlen Krise im Automobilsektor trifft Method Park hart

Der Software-Dienstleister Method Park hat 2009 fast 28 Prozent seines Personalbestands ausgelagert oder entlassen – bei einem Umsatzrückgang von 7,8 Prozent.

Auch die Method Park Software AG war 2009 von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise betroffen. Im ersten Halbjahr hatte Method Park mit einem starken Umsatzeinbruch insbesondere in der Automobilbranche zu kämpfen. Nach den Jahren des Wachstums, galt es für die Erlanger im vergangenen Jahr, sich auf eigene Stärken zu besinnen und Entscheidungen zu treffen, die das Unternehmen nachhaltig sichern. Es wurden unverzüglich Sparmaßnahmen eingeleitet und Restrukturierungen durchgeführt. Neben der Inanspruchnahme von Kurzarbeit wurden insbesondere im zweiten Quartal Abteilungen geschlossen bzw. ausgelagert.

Die Maßnahmen zeigten in den folgenden Quartalen sofort Wirkung. Trotz des Krisenjahres konnte der Produktumsatz des Prozessmanagement-Portals »Stages« um 50,3 Prozent gesteigert werden. Dank des Großauftrages einer Schweizer Großbank konnte Method Park das Jahr 2009 mit einer positiven Bilanz bei vermindertem Umsatz abschließen. Ein Umsatzrückgang von -7,8 Prozent auf 9,4 Mio. EUR (2008: 10,2 Mio. EUR) und ein Mitarbeiterrückgang von -27,8 Prozent (mit Auslagerung bzw. -16,7 Prozent ohne Auslagerung) auf 91 Mitarbeiter standen nach Jahresabschluss fest.

In dieser Zeit des Umbruchs stand auch die Unternehmenskultur auf dem Prüfstand. Prof. Dr. Bernd Hindel, der Vorstandsvorsitzende von Method Park setzte auf Offenheit: »Zu Jahresbeginn haben wir die Mitarbeiter schnell und umfassend informiert, wie sich die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf Method Park auswirken.«