Elektronik-Zeitreise Kleinlochkarten für Arzneibestellungen

Kleinlochkarten aus Astralit - damit funktionierten Arzneibestellungen in Apotheken im Jahr 1971.
Kleinlochkarten aus Astralit - damit funktionierten Arzneibestellungen in Apotheken im Jahr 1971.

Im Jahr 1971 stellte man sich unter »automatisierter Bestellung« eindeutig etwas anderes vor als heute. Damals waren Lochkarten das Fortschrittlichste in dieser Hinsicht, was man sich vorstellen konnte...

Als Datenträger für automatisierte Bestellungen von Apotheken bei pharmazeutischen Großhandlungen haben sich Kleinlochkarten aus Kunststoff – etwa in der Größe einer Bahnsteigkarte – bewährt.

Die Kärtchen, die aus 0,4 mm dickem Astralit (Herstellerfirma Dynamit Nobel AG) bestehen und besonderen mechanischen und optischen Ansprüchen genügen, werden bei Erreichen einer Mindestlagermenge in der Apotheke in das Magazin eines Lesegerätes, z.B. Siemens Transdata 8680, gesteckt. Von dort wird der Inhalt der Karten automatisch über Telefonleitungen zum Großhändler übertragen, wo die Lieferungen zusammengestellt und die zugehörigen Versandpapiere sowie Rechnungen ebenfalls automatisch erstellt werden.

Das Verfahren, das bei einer Übertragungszeit von nur einer halben Sekunde pro Kärtchen Übertragungsfehler ausschließt, zeichnet sich durch einen hohen Rationalisierungseffekt für Apotheke und Großhändler aus.

 

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Elektronik-ZeitreiseDie Elektronik wird 65 Jahre – der perfekte Moment, um eine kleine Elektronik-Zeitreise zu beginnen: Wir haben in unserem Archiv geschmökert und bahnbrechende Neuigkeiten der vergangenen 65 Jahre entdeckt. Erleben Sie in unserer Elektronik-Zeitreise revolutionäre Neuigkeiten der vergangenen Jahrzehnte – gerne mit einem Schmunzeln.