Computertechnik Intel unterstützt Ultrabook-Entwicklung mit 300 Mio. US-Dollar

Jonney Shih, Chairman von ASUS zeigt das erste Ultrabook auf der Computex 2011.
Jonney Shih, Chairman von ASUS zeigt das erste Ultrabook auf der Computex 2011.

Vor lauter Pads, Tabs und Smartphones ist es um Netbooks ziemlich ruhig geworden. Nun hat Intel einen Fonds von 300 Millionen Dollar aufgelegt, um die Weiterentwicklung vom Netbook zum Ultrabook zu fördern.

Intel Capital wird einen »Ultrabook«-Fonds mit einem Kapital von 300 Mio. US-Dollar auflegen. Dieser Fonds soll Gerätehersteller bei der Entwicklung von Ultrabooks unterstützen. Ultrabooks sind eine Weiterentwicklung der Netbooks, allerdings mit dünnerem Gehäuse, längerer Akkulaufzeit und sie sollen Funktionen von Notebooks und Tablet-PCs vereinen.

Mit dem Kapital aus dem Fonds soll in Unternehmen investiert werden, die an Hardware und Software zur Verbesserung der Interaktion zwischen Nutzer und Ultrabook arbeiten – von längeren Akkulaufzeiten über innovatives Designs bis hin zur Verbesserung der Speicherkapazität. Das Kapital des Fonds wird über die nächsten drei bis vier Jahre angelegt.

Mooly Eden, Vice President und General Manager der PC Client Group von Intel, sieht Parallelen zur Vergangenheit bei der Weiterentwicklung der Notebooks: »2003 hat die Kombination aus der Intel-Centrino-Technologie und integriertem Wi-Fi, gepaart mit 300 Mio. US-Dollar Risikokapital durch Intel Capital sowie anderen unterstützenden Maßnahmen den Wechsel von Desktop-PCs hin zu jederzeit und überall verwendbaren mobilen Computern eingeläutet. Heute geben wir bekannt, dass Intel hohe Beträge einsetzt, um den nächsten historischen Umschwung in die Wege zu leiten.«

Ohne Atom-Prozessoren

Erstaunlicherweise ist von Atom-Prozessoren bei der Entwicklung der Ultrabooks keine Rede.  Die ersten Ultrabooks, die Ende 2011 auf den Markt kommen sollen, sind mit »Core«-Prozessoren der zweiten Generation ausgestattet und sollen weniger als 21 mm dick sein. Für Mitte 2012 erwartet Intel die zweite Ultrabook-Generation mit »Ivy Bridge«-Prozessoren, den Nachfolgern der heute aktuellen »Sandy Bridge«-Prozessoren. In einem dritten Schritt sollen Ultrabooks dann mit Prozessoren ausgestattet werden, die nur noch halb so Leistung aufnehmen.