Matlab Expo Informationsplattform zu MATLAB und Simulink

Mit über 500 Teilnehmern aus Industrie und Hochschulen bot die 3. MATLAB EXPO in München wieder eine Plattform für Entwickler und Anwender für einen intensiven Austausch über den Einsatz von MATLAB und Simulink in vielfältigen Projektfeldern.

Prof. Dr.-Ing. Gerd Hirzinger, ehemaliger Direktor des Robotik und Mechatronik Zentrums des DLR, betonte in seiner Keynote die Rolle der Robotik und Mechatronik als Schlüsseltechnologie für unsere künftige Industriegesellschaft und gab eine Übersicht über die Entwicklung der Robotik in den letzten 30 Jahren und deren Auswirkungen auf unterschiedliche Industrien. Er stellt fest: »Das Robotik-Zentrum steht seit den 60er Jahren mit an der Spitze der reglungstechnischen Grundlagenentwicklung. Gerade in diesem zentralen Bereich wird Matlab und Simulink seit vielen Jahren auf breitester Basis für die Entwicklung mechatronischer Systeme, insbesondere Roboter, eingesetzt.«

Technologien verschmelzen

Jason Ghidella, Senior Manager Simulink Products bei MathWorks, stellte in seiner Keynote den Trend der Verschmelzung von Technologien heraus: »Steuerungen, Sensoren, Kommunikationstechnik und Software sind die fundamentalen Bausteine moderner Technologie. Sie werden zunehmend in einer einzigen Anwendung bzw. einem Gerät vereint. Das verändert unseren Umgang mit diesen Technologien und nimmt maßgeblich Einfluss auf unseren Alltag, wie der Umgang mit Smartphones zeigt. Matlab und Simulink bilden eine technische Basis für diese Verschmelzung von Technologien und ermöglichen so technische Innovationen.

Im Anschluss wurde die praxisorientierte Anwendung von Matlab und Simulink in 14 Kundenvorträgen und weiteren Präsentationen von MathWorks in drei Parallel-Sessions vertieft. Dabei ging es um Neuigkeiten in den Matlab- und Simulink-Produktfamilien sowie konkrete Einsatzmöglichkeiten in der täglichen Arbeit in der Industrie und im akademischen Bereich. Für die Teilnehmer ergaben sich daraus viele neue Ansätze für ihre Produktentwicklung und für die Umsetzung im industriellen Umfeld. Auch die bereichsübergreifenden Vorträge z.B. zur Bildverarbeitung oder automatischen Codegenerierung fanden großen Anklang.

In einem Track wurde der Einsatz von Matlab und Simulink in der Lehre vorgestellt, diskutiert und speziell der Einsatz von kostengünstiger Hardware in Lehrprojekten präsentiert. Ergänzend präsentierten Teilnehmer aus Forschung und Lehre in einer Postersession ausgewählte interessante Projekte.