Datenkomprimierung IBM übernimmt Storwize

IBM setzt seine Strategie der Übernahme von Start-up-Unternehmen fort, die Verfahren und Technologien entwickelt haben, die für den IT-Konzern interessant sind. Das amerikanischen Start-up-Unternehmen Storwize hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Daten um bis zu 80 Prozent komprimieren lassen.

Das Storwize-Verfahren wird bereits von mehr als 100 Kunden genutzt, anders als bei herkömmlichen Komprimierungsverfahren werden hier die Primärdaten in Echtzeit komprimiert. Dabei lassen sich Dateien mit den unterschiedlichsten Inhalten verarbeiten: von Texten über Bildern bis hin zu Datenbanken. Für die IBM ist dies von entscheidender Bedeutung; nach einer Untersuchung des Markforschungsunternehmens IDC wird die Nachfrage nach Speicherplatz zwischen 2008 und 2013 jedes Jahr um durchschnittlich 43 Prozent wachsen. Über die Einzelheiten der Transaktion, die bis zum Ende des dritten Quartals 2010 abgeschlossen sein soll, haben die Unternehmen keine Angaben gemacht.
 
Zusätzlich zur Übernahme von Storwize hat sich die IBM mit Akquisitionen und Entwicklungen auf dem Gebiet der Datenspeicherung neu positioniert. Dazu zählen unter anderem:

  • Übernahme des Unternehmens Digilent im letzten Jahr, das die Software ProtecTIER entwickelt hatte, die unnötige Duplikationen von Speicherinhalten verhindert.
  • Entwicklung der Festplatten-Speicherarchitektur "XIV", die den Zugriff auf Daten beschleunigt.
  • Entwicklung des "Scale-out Network Attached Storage"-Verfahrens (SONAS) durch IBM Research, nach dem Speicher von mehreren Petabyte Kapazität aufgebaut und organisiert werden können.